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Häufige Begleiterkrankungen

Einige Erkrankungen treten häufiger bei HIV-Infizierten als in der Allgemeinbevölkerung auf, da sie über den gleichen Weg wie HIV übertragen werden. Hierzu gehören Hepatitis B und Hepatitis C sowie sexuell übertragbare Erkrankungen.

Hepatitis

Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die verschiedene Ursachen haben kann. Wird eine Hepatitis durch eine Virusinfektion hervorgerufen, werden verschiedene Formen unterschieden, die mit Großbuchstaben von A bis E gekennzeichnet werden.

Etwa 95 Prozent aller HIV-Infizierten haben im Laufe ihres Lebens eine Hepatitis B durchgemacht. Etwa 10 bis 15 Prozent leiden dauerhaft an einer chronischen Hepatitis B. Ebenfalls sind in Deutschland etwa 15 Prozent der HIV-Infizierten mit dem Hepatitis C-Virus (HCV)infiziert. Menschen, die sowohl mit HIV als auch mit dem Hepatitis-Virus (HBV oder HCV) infiziert sind, leiden an einer so genannten HIV/HBV- bzw. HIV/HCV-Doppelinfektion. Liegt eine solche Doppelinfektion vor, verläuft die Hepatitis schneller und aggressiver. Es treten häufiger eine Leberzirrhose und Leberzelltumoren auf. Daher sollte eine Therapie der Hepatitis vorgenommen werden.

Vor einer Hepatitis B kann man sich wirksam durch eine Impfung schützen. Gegen die Hepatitis C gibt es keine Impfung.

Sexuell übertragbare Erkrankungen (STD)

HIV-Infizierte erkranken gehäuft an sexuell übertragbaren Erkrankungen (sexually transmitted disease = STD) wie Syphilis (Lues), Gonorrhoe (Tripper), Chlamydien-Infektionen, Ulcus molle (weicher Schanker) oder Feigwarzen (Condylomata acuminata). Umgekehrt begünstigen STD die Übertragung von HIV. Daher sollten sexuell aktive Menschen mit HIV-Infektion regelmäßig auch auf sexuell übertragbare Erkrankungen untersucht werden, um dann entsprechend behandelt werden zu können. Der sicherste und effektivste Schutz vor STD ist der Gebrauch von Kondomen.

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