Hexal
Größe Drucken

AIDS

AIDS-definierende Erkrankungen

Wird eine HIV-Infektion nicht mit Medikamenten behandelt, entwickeln sich meist nach etwa acht bis zehn Jahren sogenannte AIDS-definierende Erkrankungen. Es liegt nun das AIDS-Vollbild vor (Acquired Immunodeficiency Syndrome). Das Immunsystem ist so stark geschwächt, dass an sich harmlose Krankheitserreger nicht mehr abgewehrt werden können. Bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie einer HIV-Infektion tritt das AIDS-Vollbild heutzutage nahezu nicht mehr auf. Allerdings erfährt etwa jeder dritte HIV-Infizierte erst mit dem Auftreten des AIDS-Vollbildes überhaupt von seiner Erkrankung.

Zu den AIDS-definierenden Erkrankungen zählen:

  • Opportunistische Infektionen: Darunter versteht man Infektionen, die für Menschen mit einem gesunden Immunsystem in der Regel harmlos sind. Sie treten nur unter den speziellen Bedingungen einer Immunschwäche auf. Häufige opportunistische Infektionen sind Lungenentzündungen durch Pneumocystis carinii, Pilzerkrankungen von Speiseröhre und Atemwegen (Candidose), Toxoplasmose des Gehirns
  • Tumorerkrankungen
    • Das Kaposi-Sarkom ist ein Hautkrebs, der meist bei älteren Männern auftritt und sich durch violette oder braun-bläuliche Flecken bevorzugt an den Beinen bemerkbar macht. Hinzu kommen blau-rote Knoten am Gaumen. Auch die inneren Organe (Magen, Darm, Lunge, Leber) können betroffen sein.
    • Maligne Lymphome sind bösartige Veränderungen der Lymphknoten. Sie äußern sich als vergrößerte Lymphknoten. Hinzu kommen häufig Gewichtsverlust, Nachtschweiß und Fieber. Sehr viel seltener kann ein Lymphom auch vom Lymphgewebe außerhalb der Lymphknoten ausgehen.
  • Wasting-Syndrom: Gewichtsverlust von mehr als 10 Prozent des ursprünglichen Körpergewichts und zusätzlich anhaltender Durchfall über mindestens 30 Tage oder Fieber/Abgeschlagenheit ohne erkennbare Ursache
  • HIV-assoziierte Enzephalopathie ist eine Erkrankung, bei der es zum fortschreitenden Abbau des Gehirns kommt

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.