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Kurzzeitnebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen

Wie alle Medikamente haben auch die in der HIV-Therapie eingesetzten Medikamente unerwünschte Wirkungen. Schaut man auf den Beipackzettel, sollte man sich nicht zu sehr verschrecken lassen. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass hier alle Nebenwirkungen aufgeführt werden, die irgendwann einmal im Zusammenhang mit der Einnahme des jeweiligen antiretroviralen Medikaments beobachtet wurden. Fakt ist jedoch, dass mittlerweile nur noch jeder fünfte Patient eine Therapieumstellung aufgrund unerwünschter Wirkungen benötigt. Die Verträglichkeit der Therapie hat sich durch die neuen Medikamente stetig verbessert. Wichtig ist es, dass man vor Beginn der Therapie die möglichen Nebenwirkungen kennt, um sie dann besser einordnen zu können. Hier sollten Sie sich durch Ihren Arzt ausführlich informieren lassen. Unter Umständen kann bereits das Nebenwirkungsprofil einer Medikamentenkombination darüber entscheiden, welche Kombination für welchen Patienten am sinnvollsten ist.

Nebenwirkungen am Beginn der Therapie

Zu Beginn der Therapie treten häufig Beschwerden von Seiten des Magen-Darm-Traktes auf, die nach zwei bis vier Wochen jedoch meist wieder verschwinden. Typisch sind:

  • Appetitlosigkeit
  • Völlegefühl und Übelkeit
  • Durchfall
  • Blähungen

Andere unerwünschte Wirkungen können Kopfschmerzen und Müdigkeit sein, selten auch Schwindel, Schlaf- und Konzentrationsstörungen.

In seltenen Fällen können auch einmal ernsthaftere Nebenwirkungen wie beispielsweise Leber- und Nierenschäden oder Allergien auftreten, die einen Wechsel der Medikamentenkombination erfordern. In diesen Fällen sollte immer der behandelnde Arzt konsultiert werden. Medikamente sollten nicht eigenmächtig abgesetzt oder in ihrer Dosis reduziert werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.