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Wann wird mit der Therapie begonnen?

Ob mit einer Therapie begonnen oder lieber noch gewartet werden soll, ist von drei Faktoren abhängig:

  • Beschwerden
  • Anzahl der CD4-Zellen
  • Viruslast (Zahl der Viren im Blut)

Verallgemeinernd kann gesagt werde: Je kränker der Patient, je niedriger die CD4-Zellzahl und je höher die Viruslast, desto dringlicher ist ein Therapiebeginn. Allerdings müssen gegen einen frühen Therapiebeginn die Entwicklung viraler Resistenzen und die Langzeitnebenwirkungen der HIV-Therapie abgewogen werden. In Deutschland wird empfohlen, mit einer Therapie zu beginnen, wenn Krankheitszeichen wie dauernde Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder langanhaltende Durchfälle auftreten oder wenn die Anzahl der CD4-Zellen unter 350/Mikroliter im Blut sinken. Liegt die Zellzahl zwischen 350 und 500/Mikroliter Blut sollte mit einer Therapie begonnen werden, wenn der Patient älter als 50 Jahre ist, eine Schwangerschaft besteht, eine Hepatitis B- oder C-Infektion vorliegt oder ein hohes kardiovaskuläres Risiko besteht.

Um den richtigen Zeitpunkt des Therapiebeginns nicht zu verpassen, ist es wichtig, dass Sie sich regelmäßig von einem auf HIV spezialisierten Arzt untersuchen lassen.

Ganz wesentlich bei der Therapieentscheidung ist aber, dass Sie selbst bereit sind, eine Therapie zu beginnen und auch durchzuhalten. Manchmal dauert es etwas länger eine Entscheidung für sich zu treffen, diese Zeit sollten Sie sich aber unbedingt nehmen. Da die HIV-Medikamente das Virus nicht komplett aus dem Körper entfernen, müssen sie lebenslang Tag für Tag eingenommen werden. Wenn Sie wirklich hinter dieser Therapie stehen und die Notwendigkeit einsehen, wird es Ihnen sehr viel leichter fallen die Therapie auch durchzuhalten.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

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