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Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Es gibt viele Strategien, um rheumatoide Arthritis zu behandeln. Die Behandlung ist dabei individuell auf den Patienten zugeschnitten, verfolgt aber trotzdem immer die gleichen Ziele. Besonders wichtig bei der Therapie: Ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patienten.

Ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Arzt stellt sicher, dass geeignete Übungsprogramme und eine Schmerztherapie eingeleitet werden und dass Sie die richtigen Medikamente erhalten. Außerdem kann es Ihnen dabei helfen, sich für oder gegen eine Operation bzw. orthopädische Maßnahmen zu entscheiden.

Ihre Ärzte betreuen Sie bei einer Erkrankung kontinuierlich. So können sie besonders gut den Verlauf der Erkrankung kontrollieren, die Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Medikamenten beurteilen und wenn nötig die Therapie ändern. Regelmäßige Arztbesuche sind wichtig, auch um Labortests, Urinuntersuchungen und Röntgenkontrollen durchzuführen.

Diese Ziele hat eine Behandlung bei rheumatoider Arthritis:

  • Schmerzen lindern
  • Entzündungen hemmen
  • Gelenkschädigung verlangsamen oder aufhalten
  • Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Funktionsfähigkeit der betroffenen Gelenke

Aktuelle Behandlungsansätze:

  • Lebensführung
  • Medikamente
  • Orthopädische Maßnahmen
  • Routinekontrollen und laufende Betreuung

Lebensführung

Faktoren wie ausreichende Bewegung aber auch ausreichende Ruhephasen, sowie Stressverminderung beeinflussen den Krankheitsverlauf, die Schmerzempfindung und das Wohlbefinden. Auch über die Einflüsse der Ernährung wird weiterhin geforscht.

Weitere Informationen finden Sie unter Tipps für den Alltag

Medikamente zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Die meisten Menschen mit rheumatoider Arthritis nehmen Medikamente.

Manche Medikamente lindern Schmerzen, andere hemmen die Entzündung. Die oft als „Basistherapeutika“ oder DMARD bezeichneten Medikamente verlangsamen den Krankheitsverlauf und können die Gelenkszerstörung verhindern. DMARD steht für „disease-modifying antirheumatic drugs“, auf Deutsch „krankheitsmodifizierende Antirheumatika“.

Generell wird zu einem frühzeitigen Beginn der medikamentösen Therapie geraten!

Weitere Informationen finden Sie unter Medikamente bei rheumatoider Arthritis.

Orthopädische Massnahmen

Gelenkbehandlungen und Hilfsmittel können die Gelenke entlasten.

Manchen Menschen hilft es bei Schmerzen und Schwellungen, das schmerzende Gelenk vorübergehend zu schienen. Die Schiene stützt das Gelenk und stellt es ruhig.

Gelenkschienen werden meist an Handgelenken und Händen, aber auch an Knöcheln und Füßen angelegt. Ihr Arzt oder ein Physio- oder Ergotherapeut empfiehlt Ihnen eine passende Schiene und hilft Ihnen, sie richtig anzulegen.

Im Alltag können Sie Ihre Gelenke durch einfache Hilfsmittel entlasten – zum Beispiel durch einen Drehverschlussöffner, einen Reißverschlusszieher oder einen Schuhlöffel mit langem Griff. Andere Hilfsgeräte unterstützen Sie beim Hinsetzen und Aufstehen aus dem Stuhl, von der Toilette oder aus dem Bett. So bleiben Sie so unabhängig wie möglich und sind bei einfachen Alltagsaufgaben nicht auf Hilfe von anderen angewiesen.

Eine Operation kann helfen, kommt aber nicht für jeden Patienten in Frage.

Bei schweren Gelenksschädigungen durch den entzündlichen Krankheitsprozess, müssen eventuell chirurgische Eingriffe durchgeführt werden. Diese Eingriffe haben das Ziel, die Schmerzen zu lindern und die Funktion des betroffenen Gelenks zu verbessern.

Gemeinsam mit Ihrem Arzt besprechen Sie besprechen Sie Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und den Zustand des betroffenen Gelenks oder der betroffenen Sehne. Er erklärt Ihnen auch, welchen Nutzen und welche Risiken eine Operation bergen kann. Erst, wenn Sie ausführlich alle Möglichkeiten diskutiert haben, treffen Sie gemeinsam eine Entscheidung.

Die Operation, die Ärzte bei rheumatoider Arthritis am häufigsten durchführen, ist der Gelenkersatz. Eine weitere Operation ist die Sehnenrekonstruktion, die meistens an der Hand durchgeführt wird. Dabei befestigen Ärzte eine intakte Sehne an der geschädigten Sehne und stellen sie so wieder her. Bei einer Synovektomie entfernen Ärzte dagegen das entzündete Gewebe der Gelenkinnenhaut.

Routinekontrollen und laufende Behandlungen

Ihre Ärzte betreuen Sie bei einer Erkrankung kontinuierlich. So können sie besonders gut den Verlauf der Erkrankung kontrollieren, die Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Medikamenten beurteilen und wenn nötig die Therapie ändern. Regelmäßige Arztbesuche sind wichtig auch um Labortests, Urinuntersuchungen und Röntgenkontrollen durchzuführen.

Weitere Therapieformen

Weitere Vorschläge zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis sind spezielle Diäten, Vitaminpräparate und andere alternative Ansätze.

Viele dieser Therapieansätze sind möglicherweise an sich nicht schädlich. Allerdings sind sie entweder nicht in kontrollierten wissenschaftlichen Untersuchungen geprüft worden oder es ließ sich in solchen Untersuchungen kein eindeutiger Nutzen dieser Therapien nachweisen.

Wie bei jeder Behandlung gilt hier: Besprechen Sie die Vor- und Nachteile mit ihrem Arzt, bevor Sie eine alternative oder neuartige Therapie beginnen. Allgemein empfehlenswert ist eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.