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Gelenkentzündung (Arthritis) und Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovitis)

Bei der rheumatoiden Arthritis greift das Immunsystem, dessen Aufgabe die Abwehr fremder Keime (Bakterien, Viren etc.) ist, aus noch nicht geklärten Gründen das körpereigene Gewebe an. Dadurch entzündet sich die schützende Schleimhaut, die das Gelenk umgibt.

Gesunde Gelenke sind durch eine Gelenkkapsel geschützt

Bei einem gesunden Gelenk sind die Knochen von einer schützenden und stützenden Gelenkkapsel umgeben. Die Enden der beiden Knochen sind durch Knorpel bedeckt und gepolstert. Die Gelenkkapsel ist mit Gewebe ausgekleidet, das als Gelenkinnenhaut oder -schleimhaut (Synovialis) bezeichnet wird und Gelenkflüssigkeit bildet. Diese klare Flüssigkeit befeuchtet und ernährt den Gelenkknorpel und die angrenzenden Knochen in der Gelenkkapsel.

Rheumatoide Arthritis: Gesundes Gelenk Gesundes Gelenk


Bei rheumatoider Arthritis entwickelt sich eine Gelenkentzündung

Bei der rheumatoiden Arthritis wandern weiße Blutkörperchen, die Teil des normalen Immunsystems sind, zur Gelenkinnenhaut, der Synovialis. Dort verursachen sie eine entzündliche Abwehrreaktion, die Synovitis heißt. Sie führt zu überwärmung, Rötung, Schwellung und Schmerzen - typischen Symptomen der rheumatoiden Arthritis.

Während des Entzündungsprozesses wachsen und teilen sich die Zellen der Gelenkinnenhaut (Synovialzellen) krankhaft. Dadurch verdickt sich die normalerweise dünne Gelenkhaut. Das Gelenk fühlt sich angeschwollen an.

Rheumatoide Arthritis: Rheumatoides Gelenk (Gelenkentzündung) Von rheumatoider Arthritis befallenes Gelenk


In der Folge kommt es zur Gelenkzerstörung

Im weiteren Verlauf der rheumatoiden Arthritis beginnen krankhaft aktivierte Zellen in den Gelenkknorpel und die angrenzenden Knochen einzudringen. Mithilfe freigesetzter Enzyme wird der Knorpel und in der Folge der Knochen zerstört. Muskeln, Sehnen und Bänder, die das Gelenk stützen und stabilisieren , werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und können nicht mehr normal funktionieren. Alle diese Veränderungen führen zu Schmerzen, Gelenksdeformierungen und Funktionsverlust.

Nicht nur in Gelenken: Auswirkungen der rheumatoiden Arthritis auf andere Körperregionen

Bei manchen Menschen wirkt sich die rheumatoide Arthritis nicht nur auf die Gelenke, sondern auch auf andere Körperregionen aus.

  • Bei ungefähr einem Viertel der Betroffenen entwickeln sich Rheumaknoten. Das sind Knötchen unter der Haut, die sich oft in der Nähe des Gelenks bilden.
  • Viele Patienten mit rheumatoider Arthritis entwickeln eine Blutarmut (Anämie) durch Verminderung der roten Blutkörperchen.
  • Andere, nicht so häufig auftretende Auswirkungen, sind Nackenschmerzen, trockene Augen und Mundtrockenheit. Sehr selten kommt es zu einer Entzündung der Blutgefäße, des Brustfells (Pleuritis) oder des Herzbeutels (Perikarditis)

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