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Tipps für den Alltag mit rheumatoider Arthritis

Unabhängig zu bleiben ist für die meisten Patienten mit rheumatoider Arthritis besonders wichtig. Mit diesen einfachen Tipps und Verhaltensregeln meistern Sie den Alltag leichter und gestalten Ihre Behandlung aktiv mit.

Rheumatoide Arthritis hält Sie nicht vom Leben ab

Viele Rheuma-Patienten fühlen sich niedergeschlagen, ängstlich und hilflos angesichts der täglichen Schmerzen. Muss ich meine Hobbies aufgeben? Wie kann ich für meine Familie da sein, wenn mir schon einfache Handgriffe schwerfallen? Verliere ich vielleicht sogar meinen Job?

Tatsächlich kann rheumatoide Arthritis in einigen Fällen dazu führen, dass die Betroffenen ihre Aufgaben nur mit Einschränkungen durchführen können. Meist bedeutet rheumatoide Arthritis aber keineswegs, dass Sie alle Gewohnheiten aufgeben und sich im Alltag stark einschränken müssen.

Wenn Sie einige Verhaltensweisen ändern und einfache Regeln beachten, bleiben Sie weiterhin so unabhängig wie möglich. Im Umgang mit der Erkrankung kann es sogar ebenso wichtig sein, die gewohnte Lebensqualität zu behalten wie sich einer Behandlung oder Operation zu unterziehen.

So bleibt ihr Leben in Bewegung

  • Hören Sie auf Ihren Körper. Gönnen Sie sich Ruhe oder Bewegung, wenn Sie sie brauchen. So können Sie Schmerzen vorbeugen oder sie sogar verringern.
  • Vermeiden Sie einseitige oder langanhaltende Belastungen, um Schmerzen vorzubeugen.
  • Sparen Sie Zeit und Energie bei alltäglichen Dingen. Ihr Arzt oder Krankengymnast berät und unterstützt Sie gerne dabei.
  • Nehmen Sie Hilfe an. Der Wunsch unabhängig zu bleiben, führt oft dazu, dass Patienten Hilfe von anderen ablehnen. Doch wenn Sie sich gerade bei kleineren Dingen zur Hand gehen lassen, kann das Ihren Körper und die betroffenen Gelenke deutlich entlasten.
  • Planen Sie Ihren Alltag. Wenn Sie Ihre täglichen Aufgaben vorausschauend organisieren, sind Sie gut auf mögliche Anstrengungen vorbereitet und erkennen direkt, wo Sie Unterstützung benötigen.

Gestalten Sie Ihre Behandlung aktiv mit

Patientenschulungen helfen Ihnen, die Krankheit genau zu verstehen. Sie lernen besser mit den Schmerzen umzugehen und sich von ihnen nicht entmutigen zu lassen. In Selbsthilfegruppen können Sie sich mit anderen Betroffenen über den Umgang mit der Krankheit austauschen und gegenseitig unterstützen. So lernen Sie auch, stärker in Ihre eigene Leistungsfähigkeit zu vertrauen.

Das hilft tatsächlich: Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit rheumatoider Arthritis, die durch Schulungen und Selbsthilfegruppen gut informiert sind und so an ihrer eigenen Behandlung mitarbeiten können, weniger Schmerzen haben und seltener den Arzt aufsuchen als andere Patienten.

Bewegung und Ruhe – beides ist wichtig

Wenn Sie an rheumatoider Arthritis leiden, sollten Sie sich ausgewogen ausruhen und bewegen. In den aktiven Phasen der Erkrankung braucht Ihr Körper mehr Ruhe. In Phasen, in denen Sie sich besser fühlen und die Krankheitserscheinungen zurückgehen, ist dagegen mehr Bewegung nötig.

  • Ruhe hilft, die Gelenkentzündung und die Schmerzen zu verringern und der Müdigkeit entge-genzuwirken. Die Länge der Ruhezeiten ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Im Allgemeinen sind kürzere Ruhepausen aber zwischendurch besser als längere Bettruhe.
  • Bewegung hält Ihre Muskulatur gesund und stark und die Gelenke beweglich und flexibel. Bewegung kann außerdem einen guten Schlaf fördern, zur Schmerzlinderung beitragen und eine positive Lebenseinstellung bewahren.

Möchten Sie abnehmen oder mehr Sport treiben? Dann sollten Sie vorausschauend planen und darauf achten, was Ihr Körper leisten kann und welche Bedürfnisse er hat. Unter „Sport bei rheumatoider Arthritis“ finden Sie einfache Sport- und Gymnastik-Übungen. Wichtig ist auch eine ausgewogene Ernährung.

Stress kann die Krankheit verschlimmern

Wenn Angst, Ärger und Frustration über die Krankheit mit den täglichen Schmerzen zusammenkommen, fühlen sich viele Patienten schnell gestresst. Zwar gibt es keine Beweise dafür, dass Stress bei der Entstehung der rheumatoiden Arthritis eine Rolle spielt. Trotzdem kann er den Verlauf der Krankheit negativ beeinflussen und sich auch darauf auswirken, wie stark Sie Schmerzen empfinden.

Es gibt eine Reihe erfolgreicher Techniken dafür, wie Sie mit Stress umgehen. Dazu zählen regelmäßige Ruhepausen, aber auch Entspannung, Ablenkung oder Visualisierungsübungen. Übungsprogramme, die Teilnahme an Selbsthilfegruppen und ein Arzt oder Krankengymnast, bei dem Sie sich gut aufgehoben fühlen, sind andere Möglichkeiten, die Stress vermindern.

Wirkt sich das Klima auf meine Erkrankung aus?

Manche Betroffenen stellen fest, dass sich ihre Arthritis bei einem plötzlichen Wetterumschwung verschlimmert. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass ein bestimmtes Klima die Auswirkungen der rheumatoiden Arthritis verhindern oder lindern kann.

Ein Umzug an einen anderen Ort mit einem anderen Klima wirkt sich in der Regel langfristig nicht auf den Verlauf der rheumatoiden Arthritis aus.

Weitere Informationen zur rheumatoiden Arthritis finden Sie im Patientenratgeber von Hexal, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.