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Beikonsum

Während einer medikamentös unterstützten Suchttherapie kommt es nicht selten zum Beikonsum legaler oder illegaler Substanzen. Hierzu zählen u.a. Kokain, Heroin, Alkohol, Benzodiazepine, Amphetamine und Cannabinoide. Während ein Teil der Opioidabhängigen es schafft, ohne weiteren Substanzkonsum auszukommen, benötigen andere einen langen Zeitraum bzw. konsumieren weiterhin regelmäßig andere Substanzen. Bei anhaltendem zusätzlichem Konsum sollte gemeinsam mit dem Arzt überlegt werden, ob die Dosierung des Suchtmedikaments erhöht werden kann.

Der Konsum verschiedenster in der Szene erhältlicher Medikamente, illegaler Substanzen oder Alkohol parallel zum Suchtmedikament bergen erhebliche gesundheitliche Risiken.

Der Arzt ist während der gesamten Therapie verpflichtet, regelmäßig und unangekündigt Beigebrauchskontrollen durchzuführen. Dies geschieht in der Regel in Form von Urinproben, deren Ergebnis mit dem Patienten ausführlich besprochen werden sollte. Unter Umständen können sich daraus auch therapeutische Konsequenzen ergeben, wie beispielsweise eine Erhöhung der Dosis des Suchtmedikaments.

Benzodiazepine

Benzodiazepine sind wichtige Medikamente für akute Krisensituationen. Sie werden vom Arzt bei Angsterkrankungen und Erregungszuständen sowie bei Schlafstörungen und zerebralen Krampfanfällen verordnet. Durch die gleichzeitige unkontrollierte Einnahme von Benzodiazepinen und Suchtmedikamenten steigt die Gefahr einer Atemlähmung massiv an. Es besteht Lebensgefahr.

Alkohol

Viele Opioidabhängige haben bereits zu Beginn der Suchttherapie einen hohen Alkoholkonsum. Auch der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Suchtmedikamenten kann lebensbedrohlich werden. Daher dürfen Suchtmedikamente an alkoholisierte Personen nicht ausgegeben werden. Bei Alkoholabhängigkeit sollte eine Entwöhnungsbehandlung dringend angestrebt werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.