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Praktische Durchführung der Suchttherapie

Wenn eine Therapie in Erwägung gezogen wird, sollte sich der Betroffene an einen Arzt seines Vertrauens oder an eine Suchtberatungsstelle wenden. Dort können Ärzte genannt werden, die eine Suchttherapie durchführen. Beim ersten Arztbesuch werden verschiedene Punkte durchgesprochen. Hierzu zählen u.a.:

  • Wie lange besteht der Opioidkonsum?
  • Werden andere Substanzen oder Alkohol konsumiert?
  • Wie sieht das soziale Umfeld aus? Dazu gehören Fragen nach der Familie, den Freunden und dem Arbeitsplatz.
  • Wurden bereits Suchttherapien durchgeführt? Laufen parallel andere Therapien?
Der Arzt kann feststellen, ob ein Opioidentzug möglich ist, d.h. ein drogenfreies Leben, oder ob es sinnvoller ist, eine medikamentöse Ersatztherapie durchzuführen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Opioidabhängigkeit bereits seit langem besteht oder wenn schon mehrere Opioidentzüge durchgeführt wurden. Gemeinsam mit dem Arzt wird anschließend ein Therapieplan erstellt. Es werden die Ziele der Therapie festgelegt und das Suchtmittel ausgewählt.

Eine Opioidabhängigkeit wird häufig von weiteren körperlichen und psychischen Erkrankungen begleitet. Um diese festzustellen, wird der Suchtpatient einer gründlichen körperlichen Untersuchung und Anamnese bezüglich psychischer Erkrankungen unterzogen. Hierbei wird insbesondere auch auf Zeichen einer Hepatitis- oder HIV-Infektion geachtet. Eventuell notwendige zusätzliche Behandlungsmaßnahmen werden besprochen und gegebenenfalls eingeleitet. Beim Vorliegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen sollten diese therapiert werden. Zudem wird entschieden, welche psychosozialen Betreuungsmaßnahmen die medikamentöse Suchttherapie begleiten sollen.

Vor Beginn der Therapie wird ein schriftlicher Behandlungsvertrag zwischen Suchtpatient und behandelndem Arzt geschlossen, der von beiden Parteien unterschrieben wird. Dieser beinhaltet unter anderem
  • die Bedingungen, unter denen die Medikamentenvergabe erfolgt
  • die wichtigsten Regeln, die vom Patienten einzuhalten sind
  • die Zustimmung zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht beispielsweise gegenüber der psychosozialen Betreuungsstelle und anderen Ärzten.

Meldung von Nebenwirkungen

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