Hexal
Größe Drucken

Take-Home-Regelung

Wird der Opioidabhängige von seinem Arzt als stabil eingeschätzt, kann er das Suchtmittel im Rahmen der Take-Home-Regelung für einen oder mehrere Tage mit nach Hause nehmen. Er erhält vom Arzt ein Rezept, das in einer Apotheke eingelöst werden muss. So wird die Eigenverantwortung des Betroffenen gestärkt. Häufig ist erst dann eine soziale Integration wie beispielsweise das Nachgehen einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit möglich. Wann die Take-Home-Verordnung für den einzelnen Patienten in Frage kommt entscheidet der Arzt, von Seiten des Patienten gibt es keinen Anspruch auf eine Take-Home-Vergabe. Sie darf einen Zeitraum von sieben Tagen nicht überschreiten. Die Einnahme spätestens der siebten Dosis erfolgt wieder unter Aufsicht.

Nach den Richtlinien der Bundesärztekammer sollte eine Take-Home-Vergabe nur dann erfolgen, wenn

  • der Patient auf sein Suchtmedikament eingestellt ist und sich der Verlauf der Behandlung positiv entwickelt hat
  • der Patient Kontakt zum Arzt und zur Psychosozialen Beratungsstelle eingehalten hat
  • der Patient psychosozial integriert ist
  • keine Gefährdung durch die Weitergabe des Suchtmedikaments besteht.
Wenn eine Destabilisierung des Patienten zu erkennen ist oder andere Probleme auftreten, kann jederzeit auf die erneute tägliche Ausgabe des Suchtmedikaments umgestellt werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.