www.hexal.deErfahrungsberichte unserer Pharmazeuten im Praktikum

Pharmaziepraktikum im "AP-Labor"
Berit Günther, 05/06 bis 10/06
Ein 6monatiges Praktikum im AP-Labor bedeutet hin und wieder stressige Laborarbeit, aber dennoch ganz viel Spaß in einem netten Team zu haben.
Das AP-Labor ist die Analytische Produktentwicklung bzw. eine "Absolut geniale Entscheidung für ein unvergessliches Pharmaziepraktikum":
Die Aufgaben des AP-Labors sind die Entwicklung von Dissolutionsmethoden, die Analytik von Galenikchargen und die Durchführung von Reinigungsvalidierungen, sowie Gerätequalifizierungen.
Zu Beginn meines Praktikums stand das Lesen von sog. "SOP’s" ( standard operating procedure ) auf dem Programm. Dann erfolgten diverse Geräteeinweisungen, die auch schriftlich dokumentiert werden mussten. Danach konnte es losgehen…;)
Als Praktikantin hatte ich in erster Linie mit der Analytik von Galenikchargen zu tun, d.h. Dissolutionen und Gehaltsbestimmungen durchzuführen, die über UV oder HPLC ausgewertet wurden.
Zunächst werden einem kleinere Aufträge zugeteilt, bei denen es
sich in der Regel um UV – Bestimmungen handelt. Nach einiger Zeit der
Eingewöhnung, lässt man auch schon seine erste HPLC laufen und arbeitet
immer selbstständiger.
…keine Panik! Ihr werdet hier von einem sehr netten Team betreut und
eingearbeitet, d.h. es steht euch hier wirklich JEDER mit Rat und Tat (zu jeder
Zeit) zur Seite.
Fazit: Ich hatte hier eine tolle Zeit!!! Meine Wahl würde immer wieder auf das AP-Labor fallen, da man selbstständig arbeiten darf und die Möglichkeit bekommt, hinter die Kulissen der Pharmaindustrie zu blicken.

Pharmaziepraktikum im "E-Labor"
Katharina Korpis, 11/08 bis 04/09
Im Entwicklungslabor heißt es zuerst einmal SOP´s (standard operating procedure) lesen, dabei handelt es sich um Standardarbeitsanweisungen, die die Arbeitsprozesse im Labor beschreiben. Es folgen Geräteeinweisungen, die schriftlich dokumentiert werden müssen.
Dann wird man einem Team zugeteilt, in dessen Thema man sich einarbeitet
und schließlich im Labor tätig wird. Ich kam zunächst in die
Spezialanalytik, die sich in drei Fachgruppen aufteilt: Polymorphie, Methodenentwicklung
und Strukturaufklärung. In der Strukturaufklärung, habe ich präparativ
mit HPLC (= Hochdruckflüssigkeits-
chromatographie) gearbeitet. Nach einer kurzen Einarbeitung, konnte ich dann
schon bald relativ selbstständig arbeiten. Neben den Labortätigkeiten,
steht aber auch die Auswertung der Daten am PC auf dem Programm.
Meine nächste Station war die Mitarbeit in einem Projektteam, wo ich mich mit dem Erstellen von Entwicklungsstabilitätsberichten befasst habe. Darin enthalten sind viele Arzneistoffchargen mit verschiedenen Rezeptur- und Herstellungswegen, die dazu dienen, den optimalen Herstellungsweg zu finden. Durch das Zusammentragen der im Labor ermittelten Analysenergebnisse bekommt man einen Überblick über verschiedene Chargen einer Darreichungsform um schließlich die Daten kritisch aus- und bewerten zu können. Dabei sollte sich das Arzneimittel von der Freisetzung her stabil verhalten und die enthaltenen Verunreinigungen nur gering sein. Auch äußerlich muss die zu prüfende Charge während der Lagerung unverändert bleiben.
Desweiteren erhielt ich Einblicke in die HPLC-Methodenentwicklung, die sich mit der Optimierung bzw. Neuentwicklung von Analysenmethoden der Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) beschäftigt und das Ziel verfolgt, den Stand der Technik weiter zu etablieren (z. B. durch Verbesserung der Trennleistung und der Laufzeit), so dass ich in den sechs Monaten verschiedenste Aufgabenbereiche des E-Labors kennengelernt habe.
Besonders gefallen hat mir die Mitarbeit in verschiedenen Projektgruppen,
da man dadurch viele Einblicke in unterschiedliche Fragestellungen bekommen
hat und so mein Interesse an analytischen Methoden sowie das Arbeiten im Labor
bestärkt wurden.
Durch Vorträge über andere Fachabteilungen wird es den Praktikanten
ermöglicht, unabhängig von ihrem Einsatzgebiet die zahlreichen Arbeitsfelder
für Apotheker in der pharmazeutischen Industrie kennenzulernen. Darüber
hinaus kann man sich mit den anderen Praktikanten ebenfalls gut austauschen.
Fazit: das E-Labor ist für all diejenigen geeignet, die Spaß am selbstständigen Arbeiten im Labor haben. Mir hat das Praktikum sehr gefallen und meine Wahl würde immer wieder auf das E-Labor fallen, da ich hier eine wirklich tolle Zeit hatte.

Pharmaziepraktikum Commercial Operations (ComOps)
Julia Möllmann, 11/08 bis 04/09
Die Abteilung Commercial Operations ist aufgeteilt in Länder bzw. Länderregionen. In meinem Fall das Cluster Middle East, Africa und Turkey.
Die Abteilung fungiert als Bindeglied zwischen Sandoz und den ausländischen Niederlassungen bzw. den Agenten (nationale Vertreter). Und ist somit Ansprechpartner für länderspezifische Fragestellungen, die das Portfolio- und Projektmanagement betreffen. Dabei geht es unter anderem um das Interesse und die Wichtigkeit eines Produktes in einem bestimmten Land und die besonderen Anforderungen und Eigenheiten der Länder selbst.
Meine Aufgaben waren dabei die Länder bei Anfragen zu Produkten oder zu
laufenden Projekten zu unterstützen. Zum Beispiel durch die Beschaffung
von Informations- und Bildmaterial für ein Artwork-Projekt in Saudi Arabien.
Die Bestellung von Referenzsubstanzen, Analysenzertifikaten und Mustern unter
anderem für Bioäquivalenzstudien in Jordanien und deren Versendung.
Darüber hinaus half ich bei der Erstellung verschiedener Tabellen, z.
B. zur Portfolioentwicklung mit und hatte dabei die Gelegenheit mit der SAP
Datenbank und anderen interne Datenbanken zu arbeiten.
Außerdem erstellte ich PLC's, Pre-Launch Check Lists, die ungefähr
18 Monate vor dem Launch im Land erstellt werden müssen, um so abschätzen
und einplanen zu können, wann die Produkte und deren Packungen produziert
werden müssen.
Zudem hatte ich die Aufgabe Beglaubigungen von verschiedenen
Dokumenten bei der Industrie- und Handelskammer oder der Botschaft in Berlin
zu organisieren, „Declaration
letter“ für verschiedene Länder und Produkte zu erstellen und
unterstützte bei der Bearbeitung von Tender-Angeboten, deren Anforderungen
je nach Land variieren können.
Während der gesamten Praktikumszeit konnte ich an Telefonkonferenzen und
Meetings teilnehmen und deren Präsentationen mit vorbereiten.
Das Praktikum in der Abteilung ComOps war nach meiner Zeit in der Apotheke ein völlig neuer Einblick in die Vielseitigkeit der Pharmaindustrie. Durch die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen (Zulassung, Launch Department, Medizinische Wissenschaft) bekam ich auch einen Einblick in deren Struktur und Aufgabenbereiche.
Mir hat das Praktikum bei ComOps super viel Spaß gemacht!

Pharmaziepraktikum: HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel
Kathrin Schmid, 11/09 bis 04/10
Die HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel wurde Ende 2003 gegründet. Zweck der Initiative ist die Durchführung und Förderung von Projekten zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit bei Kindern. Die Arbeit der Initiative wird begleitet durch einen ehrenamtlichen Expertenbeirat mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis. Während meines Praktikums hat die Initiative mehrere Projekte durchgeführt und gefördert.
Ein fortlaufendes Projekt stellt die, 2006 ins Leben gerufene, Online-Datenbank "ZAK® - Zugelassene Arzneimittel für Kinder" dar. Diese für Fachkreise kostenlos zugängliche Datenbank enthält ausschließlich Arzneimittel, die zur Anwendung bei Kindern zugelassen sind.
Die Datenpflege, sowie die Weiterentwicklung der Datenbankstruktur wurden
auch zu einer der zentralen Aufgaben während meines Praktikums bei
der HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel.
Meine Arbeit umfasste die Prüfung und Aufnahme von Einträgen
entsprechend der jeweils zugrunde liegenden Fachinformation. Die intensive
Auseinandersetzung mit Fachinformationen war für mich nach meinem Studium
weitestgehend neu. Dabei zeigte sich mir, wie schwierig es teilweise ist, die
in den Fachinformationen getroffenen Aussagen zur Anwendung bei Kindern einer
bestimmten Altersgruppe zu interpretieren und einzuordnen. Des Weiteren habe
ich Anfragen von Ärzten und Apothekern zur Datenbank beantwortet.
Besonders interessant war auch der Kontakt zu den teilnehmenden pharmazeutischen Unternehmen – derzeit sind es 51. Dabei kamen mir meine Kommunikationsfreudigkeit, sowie mein Interesse für die Bereiche Arzneimittelinformation und Arzneimittelsicherheit zugute.
Natürlich sollte man auch gerne am PC arbeiten und die Fähigkeit besitzen sich zu verschiedenen pädiatrischen Fragestellungen mit Hilfe von medizinischen Datenbank zu informieren.
Am meisten gefallen hat mir, dass ich aktiv an der Entwicklung von Projekten beteiligt war, eigene Ideen einbringen konnte und der Erfolg meiner Arbeit direkt an der Datenbank ablesbar war.
Rückblickend wurde mir durch die Arbeit im Bereich der HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel eine einzigartige Möglichkeit zur aktiven Beteiligung an einen erfolgreichen, gemeinnützigen Projekt geboten. Es waren sechs sehr interessante, sowie lehrreiche Monate in der pharmazeutischen Industrie, in denen ich einen guten Einblick in die Arzneimittelversorgung und die Besonderheiten der Arzneimitteltherapie bei Kindern erhalten habe.

Pharmaziepraktikum in der Abteilung HEXAL Onkologie("Zulassung"/"Med-Wiss"),
Kirstin Lungwitz, 11/03 bis 04/04
Ich arbeite die sechs Praktikumsmonate bei HEXAL in der Abteilung Onkologie. Hier stehen mir insgesamt drei Apotheker für neue Aufgaben und Fragen zur Verfügung, zwei davon betreuen die Med-Wiss und einer betreut die Zulassung.
Sehr spannend ist der Einblick in die onkologische Pharmakologie durch Recherchen für die Med-Wiss (siehe Bericht von Doris).
Während des Studiums dachte ich, die Arbeit in der Zulassung wäre langweilig und einseitig, aber durch mein Praktikum bei HEXAL hat sich meine Meinung geändert. Die Arbeit ist interessant und sehr abwechslungsreich, und man kann viel theoretisches Wissen zur Pharmazeutischen Chemie und Pharmazeutischen Technologie anwenden, auffrischen und dazulernen. Zum Beispiel bearbeite ich Teile von Dossiers zur pharmazeutisch-chemischen Dokumentation, wobei ich Daten zur Herstellung, Produktqualität und Stabilität auswerte und für die Zulassungsbehörde aufarbeite.
Von Zeit zu Zeit erhalte ich auch Einblick in die Abteilung Marketing, wenn ich Kalkulationen der ausländischen Niederlassung zu neuen Arzneimitteln aufbereite, Werbemittel kontrolliere und Basistexte überarbeite.
Insgesamt macht die Arbeit sehr viel Spaß, nicht zuletzt wegen der freundlichen Kollegen.
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Marketing"
Katharina Poehlmann, 11/07 bis 04/08
Mit HEXAL besser beraten: meine sechs Monate Pharmaziepraktikum bei der HEXAL in Holzkirchen waren eine tolle Erfahrung und ich möchte definitiv keinen einzigen Tag missen!
Als Pharmazeut im Praktikum, Abteilung Marketing, durfte ich mich in verschiedenen Bereichen betätigen:
- Apothekenservice -
Apotheken Event- und Veranstaltungsmanagement
Meine Aufgaben waren - neben vielen anderen =) - die Erstellung und Korrektur von Power-Point-Präsentationen für Apotheken-Inhouse-Schulungen und Beratungsleitfäden. In diesen Vorträgen wird vom medizinischen und pharmakologischen Hintergrund, über die HEXAL Produktpalette, Kommunikation und Fallbeispielen alles rund um ein Thema (z.B. Diabetes) für Apotheker und Mitarbeiter abgehandelt. Die Beratungsleitfäden werden als zusammenfassendes Nachschlagewerk der Vorträge in Apotheken mit abgegeben.
Des weiteren habe ich Texte für Broschüren und Werbematerialien erstellt, Anfragen von Apothekern zu Seminaren der HEXAL Trainingsakademie beantwortet, und mich um die Erfassung und Ablage der Seminaranmeldungen gekümmert.
Auch bei der Vorbereitung der Aktionstage Allergie und des HEXAL Standes für die diesjährige EXPOPharm war ich miteinbezogen.
- ethisches und OTC-Produktmanagement
Nebenbei konnte ich auch einen Blick in die alltägliche Arbeit der Produktmanager der verschiedenen Themengebiete werfen. Bei kleineren Aufgaben und Projekten konnte man sein pharmazeutisches Fachwissen einbringen und immer etwas dazu lernen: von allgemeinen Recherchen über Außendienstschulungen und der Erstellung von Werbematerialien sowohl für Patienten als auch Fachkreise war alles dabei.
Die "Arbeit" war sehr vielfältig und abwechslungsreich, Schwerpunkte lagen auf Präsentations- und Texterstellung und Korrekturarbeiten (Arbeiten mit Office-Paket).
Die angenehme Arbeitsatmosphäre, viele nette Kollegen, sowie die Betreuung der Praktikanten machten einem den Anfang leicht und den Abschied schwer =).
Alles in allem kann ich euch ein Praktikum in der Abteilung Marketing nur wärmstens empfehlen, hier stehen alle Türen offen, seinen Horizont zu erweitern!
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Marketing/Internet"
Ralf Kling, 11/09 bis 04/10
Welche Aufgaben hat die Abteilung Marketing-Internet?
Die Abteilung Marketing-Internet kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem Produktmarketing und anderen Fachabteilungen um Gestaltung, Aufbau und Pflege der HEXAL-Websites. Ein wichtiges Ziel hierbei ist es, nicht nur hochwertigen Content zu vielen Gesundheitsthemen anzubieten, sondern auch die Websites möglichst hoch in Suchmaschinen zu positionieren, um sie für Patienten oder andere interessierte Personen leicht auffindbar zu machen.
Was waren meine Aufgaben?
Frisch von der Uni kommend möchte man seine mühsam erworbenen pharmazeutischen Kenntnisse natürlich möglichst gewinnbringend „an den Mann“ bringen. Die Gelegenheit dazu bietet sich in dieser Abteilung.
So lag ein wichtiger Bestandteil meiner Aufgaben darin, medizinische/pharmazeutische Texte zu den unterschiedlichsten Themengebieten zu verfassen und mit den jeweiligen Fachabteilungen abzustimmen. Hier ein kurzer Überblick:
- Texte für die HEXAL-Themenwebsites erstellen oder umschreiben, z.B. für www.omep.de oder Informationen zu Betäubungsmitteln für Patienten auf www.schmerz.de
- Vorträge über bestimmte Themen für Patienten und Fachkreise zum Download als Online-Service der HEXAL erstellen, z.B. zu den Themen Sodbrennen und Prostatahyperplasie, aber auch zum Austausch opioidhaltiger Schmerzmittel bei Rabattverträgen
- Texte für den Online-Schulungsservice der HEXAL-Trainingsakademie erstellen oder ergänzen, z.B. zum Thema Blasenschwäche
Ein sehr interessantes Projekt war (und ist) das neue Lerntool für Arzneipflanzen und Teedrogen; das Lerntool richtet sich an Pharmaziestudenten und soll ihnen das Lernen dieser Inhalte erleichtern. Hier konnte ich an der Auswahl der Pflanzenfotos mitwirken und die Teedrogenfotos teilweise auch selbst machen; weiterhin waren die Inhalte des Lerntools zu erarbeiten bzw. bereits vorhandene Daten zu überprüfen.
Auch die Pflege der Präparatedatenbank gehörte zu meinen Aufgaben; das bedeutet zu kontrollieren, ob die HEXAL-Präparate den richtigen Indikationen zugeordnet und die Fotos der Produktpackungen in der Datenbank aktuell sind.
Wie ist mein Fazit?
Mein halbes Jahr in der Abteilung Marketing-Internet hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte Gelegenheit in einem netten und hilfsbereiten Team zu arbeiten und durch die vielen verschiedenen Themengebiete meine pharmazeutischen Kenntnisse einbringen und auch erweitern zu können. Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen waren interessant, förderlich für die eigenen Kommunikationsfähigkeiten und haben Spaß gemacht. Durch die Vorträge der anderen Praktikanten zu deren Abteilungen lernt man auch die anderen Bereiche kennen und kann sich dadurch einen Eindruck von der Organisation und dem Arbeitsablauf eines industriellen pharmazeutischen Betriebes machen.
Ganz nebenbei erhält man einen Einblick in die Welt der Suchmaschinenoptimierung, der Websiteprogrammierung und des Webdesigns; vorausgesetzt werden Kenntnisse in diesen Dingen jedoch nicht, da kann ich gleich Entwarnung geben.
Der Arbeit am PC sollte man natürlich möglichst offen gegenüber stehen, viel Bewegung gibt es routinemäßig nicht (hier konnte allerdings der Abteilungsausflug zu meinem Praktikumsende hin entschädigen ;) ). Wer nun noch Spaß an der Recherche, der Aufbereitung und der zielgruppenorientierten Weitergabe von pharmazeutischen Inhalten hat, dem sei ein Pharmaziepraktikum in der Abteilung Marketing-Internet wärmstens empfohlen!

Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Med-Wiss"
Marie Steinhagen, 11/08 bis 04/09
Die erste Hälfte meines Praktischen Jahres absolvierte ich in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung. Wir waren vier Praktikanten, die verschiedenen Referenten mit jeweiligen Indikationsgebieten zugeteilt waren. Indikationsgebiete waren zum Beispiel Antibiotika, Analgetika oder Herz-Kreislauf.
Meine Hauptaufgabe bestand darin, die Referenten bei der Beantwortung von Anfragen zu unterstützen. Diese Anfragen kamen von Ärzten, Apothekern, Außendienstmitarbeitern und Patienten meist per Telefon, aber auch per Mail oder Post. Die Anfragen variierten von Standardanfragen, wie die Zubereitung eines Antibiotika-Trockensaftes oder die Teilbarkeit einer Tablette, bis hin zu ausführlicheren Recherchen, die dann telefonisch oder schriftlich beantwortet wurden.
Zusätzlich unterstützte ich meine Referenten durch das Gegenlesen von deutsch- und englischsprachigen Fach- und Gebrauchsinformationen, sowie Marketingbroschüren.
Die Arbeit in der Medwiss hat mir sehr gut gefallen. Ich habe sehr viel gelernt. Vieles davon kann ich sicher auch in meinem zweiten Halbjahr in der Apotheke gut gebrauchen.
Jedem, dem sowohl der Kontakt zu Menschen (Ärzten, Apothekern, Patienten) Spaß macht, als auch die Arbeit am Computer, kann ich ein Praktikum in dem Team der netten Referenten nur empfehlen!
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Pharmazeutische Entwicklung - Orale Depotarzneiformen"
Anja Oderwald, 11/06 bis 04/07
In den ersten Tagen schulte ich mich selbst mittels Lesen von SOPs (Standard Operating Procedure). Da erfuhr ich alles über Probenzug, IPKs (Inprozesskontrolle) zu den einzelnen Darreichungsformen und vieles mehr. Hinzu kamen dann noch mündliche Einweisungen in die Durchführung der IPKs und Sicherheiten in der Produktion (Feuer, Notfall, ...). Da ich in der Produktion, wo gleichzeitig Verkaufsware hergestellt wird, meine Versuche durchführte, mußte sichergestellt werden, daß das Produkt vor meiner Person geschützt ist. Aber auch ich mußte mich vor dem Produkt schützen, z.B. mit einer P3-Maske. Deshalb hatte ich einen Gesundheitscheck mit Test auf die Lungenfunktion und eine Schulung über GMP (Good Manufacturing Procedure).
Bis dahin waren dann schon mal paar Wochen vergangen. Aber ich durfte trotzdem schon im GMP-Bereich arbeiten. Besser gesagt, anhand eines Entwicklungprojektes wurde ich in die Vorgänge in der Produktion und das Arbeiten an meinem später heißgeliebten GPCG 2, einem Wirbelschichtgranulator, eingearbeitet. Dies geschah durch ein Teammitglied, der mir viele Tipps gab. Dazu gehörten auch die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Aufbewahrung der Wirk- und Hilfsstoffe und die Dokumentation der auch für Verkaufsware benötigten entnommenen Substanzen. Es gab kein getrenntes Lager für Galenik und Produktion. In der Galenik hatten wir zwar Vorratsgefäße für fast alle Hilfsstoffe, aber auch diese mußten immer mal wieder aufgefüllt werden. Da muß die Dokumentation und die Entnahme richtig ablaufen. Zusätzlich war die Dokumentation der Herstellung unserer Entwicklungscharge. Da es sich um ein Betäubungsmittel handelte, hatte ich gleich am Anfang die Situation eines sehr umfangreichen Protokolls. Diese erstreckte sich von Auslagern über Herstell-Dokumentation bis zur Buchung und Dokumentation in Entwicklungsberichten, was dann am Shreibtisch erfolgte. Nicht alle Arbeitsschritte machte ich mit. Hauptsächlich wurde ich in der praktischen Arbeit eingeweisen. Mir war es recht – ich wollte praktisch arbeiten.
Sämtliche Einweisungen wurden protokolliert, so daß ich dann eines Tages selbstständig am GPCG 2 in einem ganz neuen Projekt arbeitete. Hier mußte die Rezeptur zur Herstellung von Wirkstoffpellets gefunden werden. So kam es, daß ich in der Mitte meiner Praktikumzeit jeden Tag in die Produktion ging, den Wirbelschichtgranulator zusammenbaute, alles einwog und herstellte, um am Ende ein Ergebnis zu bekommen, daß wenig erfreulich war. Aber ich machte weiter und probierte alles aus. Es wurden verschiedene Hilfsmittel, verschiedenen Pelletgrundlage verwendet und bei verschiedenen Einstellungen gearbeitet. Ich probierte dann sogar noch die Feuchtgranulation und Sprühtrocknung aus. Dies geschah natürlich in Absprache mit einem Teammitglied, der für dieses Projekt verantwortlich ist. Und wöchentlich hatten wir auch eine Besprechung zu diesem Projekt mit dem Teamleiter. Hier wurden die Fortschritte bzw. die Ergebnisse, welche sich aus der Herstellung und der beauftragten Analytik ergaben, berichtet und weiteres Vorgehen besprochen. Ideen und Anregungen durfte ich miteinbringen und vieles wurde auch angenommen und letztendlich ausprobiert. Zusätzlich war ein Entwicklungsbericht zu schreiben, den ich inhaltlich mit Worten und mikroskopische Bildern füllte. So mikroskopierte ich auch noch einige Tage lang die hergestellten Pellets und Granulate. Leider fand dieses Projekt seinen vorzeitigen Abschluß, da im Hinblick auf die Routineherstellung (Herstellung im großen Maßstab) und Compliance beim Patienten nicht praktikabel ist.
Nebenher hatte ich noch ein eigenständiges Projekt, die Evaluierung einer Schwingmühle. Hier konnte ich alles selbst und ohne Absprache erledigen. Es ging darum, eine Mischung in kleinsten Konzentrationen homogen herzustellen. Dies wird unter anderem für die Untersuchung der Polymorphie gebraucht. Ich suchte also nach einer Methode, die sich für die Untersuchung der Homogenität eignet. Diese wurde dann validiert. Ich nutzte die Leitfahigkeit von Salzen dazu aus. Dies ist einfach zu messen und kann ich selber durchführen. Dann mußte ich auch nicht die Analytik-Abteilung nerven. Die hätten sich bedankt bei meinen hundert und mehr Proben. Die Evaluierung umfaßte unterschiedliche Mischzeiten, Frequenzen und Probenvolumina. Diese Parameter sind entscheidend für eine homogen Mischung. Dieses Projekt war zeitraubend. Da ich zum Ende meiner Zeit als Praktikant aber für andere Dinge gebraucht wurde und sich ein Praktikant für 4 Wochen (ist selten möglich) bewarb, gab ich das Projekt an diesem ab.
Nun konnte ich mein Organisationstalent beweisen. Der Praktikant brauchte einen Ausweis, einige nötige Einweisungen und vor allem einen Arbeitsplatz, der nicht im GMP-Bereich ist (keine Gesundheitsuntersuchung bei 4 Wochen). Als er dann kam war alles fertig und ich übergab ihm das Projekt, d.h. er erfuhr alles über meine Vorarbeit und seine Aufgabe. Von diesem Zeitpunkt an betreute ich ihn nur noch und gab bei Fragen Hilfestellung.
Ich hatte jetzt Schreibtisch-Arbeit. Dies ist weniger mein Ding, aber war auch interessant. Ich durfte aus der Herstellungsdokumentation, aus Analytikberichten und im Computer vorhanden Berichten Daten sammeln, diese Zusammenstellen und in erstellen Excel-Tabellen diese Daten erfassen. Ein Vorteil hatte das ganze. Ich wurde wieder fit in Umgang mit Excel und lernte neue Tricks kennen; besser als jede Schulung.
Hinzu kam, daß ich den Versuchsbericht zum Entwicklungsprojekt am GPCG 2 zur Endversion formulierte. D.h. Ergebnisse aus der Analytik und letzte Entwicklungsarbeiten mußten übersichtlich und für andere verständlich zusammengefaßt werden. Ebenso las ich den Bericht des 4-wöchigen Praktikanten gegen und gab ihm wichtige Hinweise. Es ist gar nicht so einfach, etwas kurz und knap, aber sehr verständlich zu formulieren.
Zusammenfassend hatte ich eine abwechslungsreiche Zeit. Die Zusammenarbeit mit den Teammitglieder machte mir sehr viel Spaß. Der Umgang untereinander war freundlich und ich bekam bei sogar dummen Fragen immer eine Antwort bzw. Hilfe. So war es nicht schlimm, auch mal am Schreibtisch zu arbeiten. Die Praktische Arbeit in der Produktion machte mir natürlich am meisten Spaß. Hier konnte ich mich bei Fragen und Problemen auch an die Mitarbeiter der Produktion wenden. Der Bonus war der Besuch bei Salutas in Barleben.
Ich genoss die Zeit bei HEXAL und wünsche allen zukünftigen Pharmazeuten im Praktikum eine schöne, erlebnisreiche Zeit.

Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Qualitätskontrolle"
Tobias Schlosser, 11/07 bis 04/08
Sechs Monate Praktikum in der Qualitätskontrolle? Ich kann es jedem nur empfehlen!
Schon während des Studiums träumte ich mal davon in einem pharmazeutischen Labor zu arbeiten. Ich stellte mir immer die Frage: Wie viel Arbeit steckt wohl dahinter, bis ein Arzneimittel nach der Produktion tatsächlich freigegeben und über den Großhandel an die Apotheken ausgeliefert wird??? Und so entschied ich mich einen Teil meines Praktischen Jahres in der Qualitätskontrolle bei der HEXAL AG zu absolvieren.
In der ersten Woche meiner Tätigkeit stand zunächst das Lesen von vielen Standardarbeitsanweisungen, den so genannten "SOP’s", im Vordergrund. Diese "SOP’s" (standard operating procedure) beschreiben alle analytischen, sicherheitstechnischen und sonstigen Arbeitsprozesse im Labor. Für jedes analytische Gerät gibt es zudem einen Geräteverantwortlichen, der einem eine Einweisung nach GMP gibt, die man anschließend dokumentieren muss.
Das Praktikum bietet einen umfassenden Einblick in die verschiedensten Methoden das Arzneibuchs. Nasschemische Nachweise, IR-Spektroskopie, Gehalts- und Reinheitsbestimmungen wie Titrationen, HPLC Methoden, Dissolutionen, aber auch optische Prüfungen von TTS brachten eine abwechselungsreiche Tätigkeit. Nebenbei durfte ich auch bei der Qualitätsuntersuchung von Wasser auf Schwermetalle und Nitrate mitwirken.
Jede Analytik muss nach GMP Richtlinien dokumentiert werden, so dass man die eine Hälfte des Tages im Labor verbrachte und die andere Hälfte dann die Analytik auswertete und im Laborjournal nach GMP dokumentierte. Es war ein sehr eigenverantwortliches Arbeiten.
Im Labor selbst arbeitet man mit der Abteilung der FERoh (Forschung und Entwicklung von Rohstoffen) und der Stabilität zusammen. Durch den netten Kontakt mit den Kollegen bekam man auch einen umfassenden Einblick in das Tätigkeitsfeld dieser Abteilungen.
In guter Erinnerung bleiben der Praktikantenausflug nach Barleben und die damit verbundene Werksbesichtigung der Salutas Pharma GmbH, der Produktionsstätte von Hexal.
Zum Abschluß des halben Jahres stellte jeder von uns seine Abteilung und die damit verbundene Tätigkeit in einem kleinen Vortrag vor.
Fazit: Ein tolles halbes Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und eine perfekte rundum Betreuung. Ich kann es jedem nur empfehlen, sechs Monate seines Praktischen Jahres in der Pharmaindustrie zu absolvieren! Nutzt diese einmalige Chance!

Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Zulassung"
Carolin Dzieia, 11/08 bis 04/09
Wer einmal einen ganz anderen Bereich kennenlernen möchte und wer sich schon immer gefragt hat wie Arzneimittel eigentlich in der ganzen Welt auf den Markt kommen ist hier genau richtig.
Das RCC (Regulatory Competence Center) ist kurz gesagt die Schnittstelle zwischen den Ländern und den Entwicklungszentren d. h. hier werden alle für die Zulassung notwendige Dokumente (Dossier, GMP-Zertifikate, Nachweise u.v.m.) je nach den verschiedenen Anforderungen der Länder mit Hilfe anderer Abteilungen zusammengestellt und dann an die Länder verschickt.
Am Anfang steht ein kleiner Kampf mit vielen neuen Begriffen und vor allem Abkürzungen, allerdings sind diese bald so allgegenwärtig dass man sie nach kurzer Zeit drauf hat.
Zu den Hauptaufgaben während des Praktikums gehören das Aktualisieren von Zulassungsdossiers, die Bestellungen von benötigten Unterlagen/Zertifikaten (z. B. GMP-Zertifikate), das Versenden der Unterlagen an die Länder, die Koordinierung der Datenbankpflege mit anderen Abteilungen (DRC, MRC), die Recherche in diversen Datenbanken und im Internet.
Die Arbeit ist interessant weil man fast nur neue Sachen kennenlernt, über
die man im Studium, außer der Tatsache dass Arzneimittel zugelassen werden
müssen, eigentlich gar nichts erfährt.
Ich war sehr erstaunt darüber was für ein nicht zu unterschätzender
Aufwand es ist eine Zulassung in einem Land zu bekommen und wie weit man im
voraus planen muss damit man als Generikafirma dann als einer der ersten sein
Produkt vermarkten darf.
Die Kontakte ob per Email oder Telefon zu verschiedenen Personen sowohl im
In- als auch im Ausland ist auch eine tolle Erfahrung.
Der allgemein lockere Umgang innerhalb der Abteilung, mit den sehr netten Kollegen, aber auch innerhalb der kompletten Firma erleichtert das Arbeiten ungemein und nehmen einem auch die Hemmungen Emails an fremde Leute zu schreiben oder Telefonate zu führen.
Ein großes Plus fand ich auch das Hexal sehr viele Vorträge über die verschiedensten Themen sowohl zulassungsbezogen als auch aus anderen Fachbereichen anbietet, die interessant sind und nicht zuletzt teilweise auch hilfreich sein können für das 3. Staatsexamen (z. B. Medizinprodukte vs. Arzneimittel)
Gerade wenn man sich überlegt eventuell später in die Industrie zu gehen ist es auch auf jeden Fall einmal hilfreich vorab zu sehen wie es ist in einem so großen Konzern wie Hexal – Sandoz – Novartis zu arbeiten.
Eine Erfahrung die ich auf keinen Fall missen möchte.


