www.hexal.deEntwicklung und Produktion von Biosimilars
Biosimilars sind, ebenso wie auch Biopharmazeutika, Proteine (Eiweiße) mit einer dreidimensionalen Struktur (räumlichen Anordnung). Diese dreidimensionale Struktur ist wichtig für die Wirkung.
Bei vielen Biopharmazeutika handelt es sich sogar um Glykoproteine, was bedeutet, dass das Proteingerüst zusätzlich Seitenketten aus Zuckerbausteinen trägt. Man spricht dabei von einem spezifischen Glykolisierungsmuster. Dieses Muster der Zuckerketten ist in der Regel wichtig für die dreidimensionale Struktur und damit für die Wirkung des Proteins. Die Analyse der Glykoproteine erfordert komplexe Analyseverfahren.
Solche komplizierten Stoffe lassen sich in ihrer dreidimensionalen Form nur von lebenden Organismen oder Zellen produzieren. Es ist ein Verdienst der Gentechnik, dass heutzutage Mikroorganismen und Zellen so verändert werden können, dass sie das gewünschte Biosimilar passgenau herstellen können.
Biotechnologisch hergestellte Arzneimittel in Deutschland
Bei den biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln in Deutschland handelt es sich u.a. um
- Impfstoffe
- Monoklonale Antikörper (MAB; z.B. Trastazumab)
- Hormonprodukte (z.B. Wachstumshormone, Erythropoetin)
- Immunmodulatoren (z.B. Beta-Interferon)
- Enzyme (z.B. für die Behandlung von Stoffwechselstörungen)
Das Spektrum der Krankheiten, die mit Biopharmazeutika behandelt werden, ist groß. Darunter befinden sich zum Beispiel Multiple Sklerose (Beta-Interferon), Diabetes (Insulin lispro), Brustkrebs (Trastuzumab), Asthma (Omalizumab), Rheumatoide Arthritis (Etanercept) und viele weitere Krankheiten.




