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Opioide bei Rückenschmerzen: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und Hexal – Partner im zertifizierten Fortbildungskonzept MENSCH

Die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen stellen Arzt und Apotheker gleichermaßen vor große Herausforderungen. Aufgrund dessen sowie der hohen Komplexität der Schmerztherapie und der großen Zahl Betroffener ist es erforderlich, dass beide Berufsgruppen an einem Strang ziehen.
Mit dem Ziel, die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu steigern, haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der Holzkirchner Arzneimittelhersteller Hexal das inter-disziplinäre Fortbildungskonzept „MENSCH – Masterclass. Education. SCHmerz“ ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe begann im November 2016 mit dem Thema „The-rapie von Rückenschmerzen mit Opioiden“. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Fortbildungskonzept bundesweit in lokalen Veranstaltungen fortgeführt, sodass möglichst viele Ärzte und Apotheker daran teilhaben können. Die Teilnahme wird durch die DGS zertifiziert und desweiteren werden bei den jeweiligen Landesärzte- und Lan-desapothekerkammern Fortbildungspunkte beantragt.


Barrieren abzubauen, den fachlichen Austausch zwischen Arzt und Apotheker zu fördern und ihre schmerzspezifischen Qualifikationen zu steigern, sind die Ziele des neuartigen, zertifizierten Fortbildungskonzeptes, das die DGS gemeinsam mit Hexal entwickelt hat. Das innovative Konzept integriert erstmalig beide an der Betreuung von Schmerzpatienten beteiligten Fachrich-tungen – Allgemeinärzte und Apotheker. Das modular aufgebaute, praxisnahe Fortbildungsprog-ramm adressiert die spezifischen Herausforderungen und Hürden, denen Arzt und Apotheker bei der Verordnung bzw. Abgabe von Opioidanalgetika gegenüberstehen und soll ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Opioiden geben. Ein weiterer Schwerpunkt des Kursprogramms ist es, die Diskussion zwischen Arzt und Apotheker über Herausforderungen in der Schmerzthera-pie zu fördern.

Die erste Reihe besteht aus fünf Trainingsmodulen mit vielfältigen Inhalten, z. B. Einführung in die Therapie von Rückenschmerzen mit Opioiden, Falsch-Anwendung, Darreichung, Wechsel-wirkungen, Verkehrstüchtigkeit etc. Die Module werden in Form von interaktiven Workshops jeweils gemeinsam von einem qualifizierten Schmerzmediziner und einem erfahrenen Apotheker vorgestellt. Neben dem aktuellen Kenntnisstand zum Stellenwert von Opioiden in der Be-handlung von Rückenschmerzen, ihrer richtigen Anwendung, den Besonderheiten der verschie-denen Darreichungsformen und dem erfolgreichen Management einer Opioid-induzierten Obs-tipation, stieß die Vermeidung von Wechselwirkungen bei der Auftaktveranstaltung auf beson-ders reges Interesse. Fallbeispiele aus dem Praxisalltag und konkrete Beratungssituationen bei der Verordnung und Abgabe der Analgetika garantieren einen starken Praxisbezug des interdis-ziplinären Fortbildungskonzepts.

Opioide: Eckpfeiler in der Therapie von Rückenschmerzen
In Deutschland leiden rund 7,6 Millionen Menschen an Schmerzen im Bereich des Rückens [1]. Die direkten und indirekten Kosten durch Rückenschmerzen belaufen sich auf ca. 49 Milliarden Euro pro Jahr [2]. „Wir haben hier also ein Schmerzsyndrom, das einen großen Teil der Bevöl-kerung betrifft, in einem hohen Prozentsatz mit Medikamenten behandelt wird und enorme Kos-ten verursacht“, so PD Dr. Michael Überall, Schmerztherapeut aus Nürnberg, am 12. November im Rahmen der Veranstaltung. Um eine Chronifizierung der Schmerzen zu vermeiden und eine möglichst rasche Mobilisierung der Patienten zu erreichen, sollten sie rechtzeitig einer indivi-dualisierten Schmerztherapie zugeführt werden. „Die Anwendung von Opioiden bei chronischen Rückenschmerzen ist allerdings keine Therapie von der Stange“, erklärte Überall. Detaillierte Kenntnisse über die verordneten Wirkstoffe, ihre Galeniken und potenzielle Wechselwirkungen, gründliche Aufklärung der Patienten, individuelle Dosistitration, sorgfältige Verlaufskontrolle und konsequentes Nebenwirkungsmanagement seien die Schlüssel für eine erfolgreiche Schmerztherapie.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://dgschmerzmedizin.de/dgs_campus.html


Literatur
[1] Breivik H et al. Eur J Pain 2006; 10: 287-333
[2] Wenig CM et al. Eur J Pain 2009; 13: 280-286

Download:
  PI_Hauptstadtsymposium.pdf

 

Pressekontakt:
Hexal AG
Abteilung Kommunikation
Industriestraße 25
83607 Holzkirchen
presse@hexal.com
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