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Polypillenkonzepte können Herzinfarkt- Nachsorge erleichtern

Bequemere Einnahme, Chance auf verbesserte Therapietreue

Holzkirchen, 29. September 2015 – Allein in Deutschland erleiden pro Jahr rund 280.000 Menschen einen Herzinfarkt.1 Die Mehrzahl davon überlebt.2 Jedoch gehören sie weiterhin zu den Hochrisikopatienten – ein weiterer Herzinfarkt kann aufgrund der vielfältigen Risikofaktoren drohen: Oft bestehen nach dem Infarkt weiterhin Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Zusätzlich steigt das individuelle Risiko durch zum Beispiel Rauchen, falsche Ernährung, Bewegungsmangel und übergewicht. Die Therapie nach einem akuten Herzinfarkt dient also auch und vor allem der Prävention eines weiteren kardiovaskulären Ereignisses.


Experten empfehlen mehrgleisige Therapie
Neben der Lifestylemodifikation – Rauchstopp, Ernährungsumstellung, mehr Bewegung, Gewichtsabnahme, Stressabbau usw. – spielt die medikamentöse Therapie eine tragende Rolle. Internationale Leitlinien zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarkts empfehlen hier u. a. den mehrgleisigen und konsequenten Einsatz von Wirkstoffen unterschiedlicher Funktion.3,4 Hierzu gehören Wirkstoffe zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, zur Cholesterinsowie zur Blutdrucksenkung.


Oft eine Last: lebenslänglich Tabletten
Wenn Herzpatienten ihre Medikation wie vom Arzt verordnet konsequent einnehmen, stehen die Chancen, keinen weiteren Infarkt zu erleiden, generell gut.5 Aber die Realität sieht anders aus: „Es ist ein großes Problem, dass gerade die Krankheiten, die einen lebenslang begleiten und nicht weh tun, bei der konsequenten Einnahme von Medikamenten Schwierigkeiten bereiten. Je mehr Medikamente verordnet werden, desto weniger befolgen die Patienten die entsprechenden Therapievorgaben, da sie häufig überfordert sind“, verdeutlicht Prof. Dr. med. Peter Baumgart, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I am Clemenshospital Münster.6


Vereinfachte Behandlung dank Polypillenkonzepten
Die gute Nachricht: Mittlerweile gibt es weltweit sogenannte Polypillenkonzepte, die mehrere Wirkstoffe in nur einer Tablette oder Kapsel vereinen. Das Besondere an der kombinierten Gabe: Die regelmäßige und konsequente Medikamenteneinnahme kann sich dadurch signifikant verbessern.7 Prof. Dr. med. Burkhard Weisser vom Institut für Sportwissenschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zeigt sich überzeugt von Polypillenkonzepten: „Für mich ergibt sich der Nutzen aus den bereits durchgeführten Studien, die zeigen, dass Polypillen die Therapietreue der Patienten steigern können.8,9 Ein weiterer Nutzen ist tatsächlich ganz konkret für den Patienten, dass er weniger Tabletten einnehmen muss und sich so möglicherweise auch weniger krank fühlt. Ein dritter Nutzen wäre möglicherweise die vereinfachte Verschreibung für den Arzt, dass er nicht asynchron verschiedene Rezepte ausstellen muss.“10 „Einen besonderen Nutzen haben die Patienten davon, die sich bisher schwer getan haben mit der Einnahme mehrerer Medikamente – und der Therapietreue“, stimmt Prof. Baumgart zu. „Außerdem profitieren Patienten, die eher dazu neigen, Medikamente auch einmal wegzulassen.

Und natürlich die Patienten, die komplexe Behandlungspläne haben und besonders viele Tabletten einnehmen müssen.“5

Extra-Tipp: Auf der neuen Internetseite www.polypille.de finden Interessierte Wissenswertes rund um Polypillenkonzepte. Die Seite wird stetig weiter ausgebaut.


Nicht vergessen: Am 29. September 2015 ist Weltherztag!





1 Berechnet nach: Indikator 24 der ECHI shortlist: Fallrate akuter Myokardinfarkte
(tödlich und nicht-tödlich) sowie koronare Sterbefälle je 100.000 Einwohner; Gesundheitsberichterstattung
des Bundes (abgerufen am 21.07.2015)

2www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/
Tabellen/HerzKreislaufErkrankungen.html (abgerufen am 21.08.2015)

3 Steg G et al. ESC Guidelines for the management of acute myocardial infarction in
patients presenting with ST-segment elevation. Eur Heart J 2012; 33: 2551–2567

4 Hamm CW et al. ESC guidelines for the management of acute coronary syndromes
in patients presenting without ST-segment elevation. Eur Heart J 2011; 32:
2999–3054

5 Choudhry NK et al. Untangling the relationship between medication adherence and
post-myocardial infarction outcomes: medication adherence and clinical outcomes.
Am Heart J. 2014; 167: 51–58

6 Prof. Dr. med. Peter Baumgart, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I, Clemenshospital
Münster, Münster, 21.08.2015

7 Castellano JM et al. A polypill strategy to improve adherence: results from the
FOCUS project. J Am Coll Cardiol 2014; 64: 2071–2082

8 Thom S et al. Use of a Multidrug Pill In Reducing cardiovascular Events (UMPIRE):
rationale and design of a randomised controlled trial of a cardiovascular preventive
polypill-based strategy in India and Europe. Eur J Prev Cardiol 2014; 21: 252–261

9 Patel A et al. A pragmatic randomized trial of a polypill-based strategy to improve
use of indicated preventive treatments in people at high cardiovascular disease risk.
Eur J Prev Cardiol 2015; 22: 920–930

10 Prof. Dr. med. Burkhard Weisser, Institutsdirektor und Leiter Abteilung Sportmedizin
am Institut für Sportwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel,
21.08.2015


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Pressekontakt:
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Abteilung Kommunikation
Industriestraße 25
83607 Holzkirchen
presse@hexal.com
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