Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen: spezielle Risikofaktoren von der Menarche bis zur Menopause(1)

Welche genderspezifischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) begleiten Frauen vom Beginn bis zum Ende der ovariellen Funktion – und welche Form der Prävention und Behandlung sind jeweils möglich und geboten?

Die beiden Autoren, Prof. Dr. med. Ralf Dechend, Kardiologe und Oberarzt am Helios Klinikum Berlin-Buch; und Prof. Dr. med. Thomas Römer, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Evangelischen Klinikum Köln-Weyertal, geben einen ausführlichen Überblick über die frauenspezifischen und klassischen Risikofaktoren für HKE von der Menarche bis zur Menopause und führen praxisrelevante Hinweise für die individuelle Risikoberechnung, Prävention und Behandlung auf.

Hintergrund 

In Europa erkranken Frauen zwar 10 bis 15 Jahre später an HKE als Männer, doch sie sterben häufiger an ihren Folgen1. Sie sind neben den klassischen Risikofaktoren für HKE auch von geschlechtsspezifischen Risikofaktoren betroffen. Erstere begleiten sie vom Beginn bis zum Ende der ovariellen Funktion und werden insbesondere während der Schwangerschaft sichtbar2, die eine einzigartige kardiovaskuläre und metabolische Belastung darstellt. Auch eine frühe oder späte Menarche3, das polyzystische Ovarsyndrom4, eine Fertilitätstherapie5 sowie das Klimakteriumsind mit einem höheren Risiko für HKE assoziiert. Hinzu kommen die bekannten klassischen Risikofaktoren (s. u.) 

Präventions- und Therapieoptionen

Die Autoren bieten einen detaillierten Überblick über die einzelnen genderspezifischen und klassischen Risikofaktoren für HKE bei Frauen. Sie beleuchten die jeweiligen Effekte auf das Erkrankungsrisiko für koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, Herzinsuffizienz sowie Schlaganfall und geben praktische Hinweise zu spezifischen Präventionsmöglichkeiten, Diagnose und Therapie. Besonders ausführlich gehen die Autoren auf die pathologische Schwangerschaft ein, die ein Schlaglicht auf möglicherweise bestehende Prädispositionen für vaskuläre und metabolische Erkrankungen wirft7. Die hier relevanten Ereignisse Präeklampsie, Gestationshypertonie, Gestationsdiabetes sowie Schwangerschaftskomplikationen werden ausführlich dargestellt und der aktuelle Forschungsstand diskutiert. 

Schlussfolgerungen

Die Risikofaktoren für HKE bei Frauen sind in der Mehrzahl der Fälle modifizierbar. Sie sollten von den betreuenden Ärztinnen und Ärzten systematisch und häufig bewertet und  bei der Risikoberechnung berücksichtigt werden, um die personalisierte Versorgung von Frauen mit HKE zu verbessern. Das gilt in besonderem Maße bei Patientinnen mit Schwangerschaftskomplikationen. Wichtig ist die aktive Beteiligung der betroffenen Frauen an der präventiven kardiovaskulären Medizin. Gewichtsabnahme, Raucherentwöhnung, Stressreduktion, optimales Lipidprofil, Blutdruckkontrolle sollten routinemäßig besprochen werden. 

Erfahren Sie mehr über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die speziellen Risikofaktoren von Frauen bis zur Menopause nach dem DocCheck-Login.

Weiter geht's nach Ihrer Anmeldung

DocCheck
Differen Input Types

Diese Vorteile warten auf Sie

  • Exklusive Inhalte

    Mit dem kostenlosen DocCheck-Passwort erhalten Sie Zugang zu Inhalten, die sich ausschließlich an medizinische Fachkreise richten, darunter auch zu ausführlichen Fachinformationen aus dem „Antwortgeber“ oder Detailinformationen zu Produkten von Hexal.

  • Große Community

    Werden Sie eines von mehr als 1.200.000 registrierten DocCheck-Mitgliedern und somit Teil der größten Community für medizinische Fachberufe in Europa. Nutzen Sie das Netzwerk, um sich fortzubilden, auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

  • Breites Angebot

    Profitieren Sie von den vielfältigen Informationen und Services rund um medizinische Themen. Ob Journal, eLearning-Kurse oder Apps – der eStore ermöglicht das schnelle und bequeme Herunterladen von aktuellem Medizinwissen. Unter DocCheck Jobs finden Sie ein großes Angebot an freien Stellen. Und bei Interesse an Umfragen mit Ärzten und Patienten, stehen die Experten DocCheck Research bereit.