Schilddrüse

Hormone – kein Jungbrunnen für alte Menschen

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Hormone – kein Jungbrunnen für alte Menschen

Besonderheiten der endokrinologischen Behandlung von geriatrischen Patienten

Der Wunsch, für immer jung zu bleiben, ist so alt wie die Menschheit. Im PRAXISNAH on tour-Video „Hormone – kein Jungbrunnen für alte Menschen“ beantwortet Frau Prof. Petra-Maria Schumm-Draeger, Leiterin der Inneren Medizin in den Fünf Höfen, München, spannende Fragen zur Hormonbehandlung im Alter. Die Expertin für Endokrinologie und Diabetologie erläutert den Alterungsprozess des Körpers sowie dazugehörige Faktoren und klärt über den Mythos „Jungbrunnen Hormone“ auf. So können unter anderem nicht-indizierte Hormonbehandlungen mit Testosteron bei älteren Männern, wenn gar keine Problematik zugrunde liegt, oder Behandlungen mit Schilddrüsenhormonen bei gesunder Schilddrüse ohne Unter- oder Überfunktion gefährlich werden.

Gerade im Alter spielen Hormonbehandlungen aber eine große Rolle. Frau Prof. Schumm-Draeger begründet dies mit der Tatsache, dass nicht alle Menschen damit gesegnet sind, alleine durch ein maßvolles und gesundes Leben bis ins hohe Alter auch gesund zu bleiben. So sind im höheren Lebensalter bestimmte Erkrankungen besonders häufig. Dazu zählt der Typ-2-Diabetes mellitus, der eng mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems korreliert. Auch die Prävalenz von Schilddrüsenerkrankungen, besonders die der subklinischen Formen von Hypo- oder Hyperthyreose, ist bei geriatrischen Patienten hoch. Vor allem für ältere Frauen ist Osteoporose ein häufiges Thema, bedingt durch den Mangel an Östrogen. Oft treten diese Erkrankungen bei Älteren in Kombination auf, was Ärzte vor Herausforderungen stellt. Hinzu kommt, dass sich die Diagnostik und Therapie beim älteren Patienten deutlich vom jüngeren Menschen unterscheidet.

Zur Erleichterung des Praxisalltags gibt es dazu praktische Hilfestellungen. Beispielhaft erläutert die Expertin für Diabetologie die aktuelle Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Alter und zeigt, wie die Diabetestherapie in Abhängigkeit vom funktionellen Status des Patienten zu gestalten ist. Darüber hinaus ist es in der Therapie des Typ-2-Diabetes und besonders bei älteren Patienten wichtig, Hypoglykämien zu vermeiden, um das Herz-Kreislauf-System zu schützen. Daher stellt Frau Prof. Schumm-Draeger im PRAXISNAH on tour-Video neuere Substanzklassen in der Diabetes-Pharmakotherapie vor. Diese Medikamente senken wirksam den Blutzuckerspiegel von Patienten mit Diabetes und sind dabei weniger risikobehaftet hinsichtlich Hypoglykämien.

Auch Funktionsstörungen der Schilddrüse treten bei geriatrischen Patienten häufig auf und müssen unbedingt adäquat behandelt werden, da sie verschiedenste Organsysteme des Körpers bedeutend beeinflussen können. Frau Prof. Schumm-Draeger führt im Video unter anderem aus, was hinsichtlich der TSH-Zielwerte bei geriatrischen Patienten mit Erkrankungen der Schilddrüse zu beachten ist und wie sich die Werte von denen jüngerer Patienten mit Hypo- bzw. Hyperthyreose unterscheiden. Im höheren Lebensalter treten zusätzlich zur Schilddrüsenüberfunktion bzw. - unterfunktion vor allem Komorbiditäten wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Typ-2-Diabetes oder Depressionen auf. Anhand konkreter, klinischer Fallbeispiele zur Hyperthyreose sowie Hypothyreose bei geriatrischen Patienten mit Diabetes mellitus erläutert die Endokrinologin, wie die Schilddrüsenfunktion den Blutzuckerhaushalt, Blutdruck und die Leistungsfähigkeit beeinflusst. Herausforderung in der Praxis ist es, alle geriatrischen Syndrome gut zu behandeln. Daher gibt Frau Prof. Schumm-Draeger praktische Tipps, wie es gelingen kann, bei multimorbiden Patienten die Übersicht in der Hormonbehandlung im Alter zu behalten und dabei die Lebensqualität der Patienten zu erhalten.

Gewinnen Sie spannende Einblicke in die Arbeit und Erkenntnisse von Frau Prof. Schumm-Draeger und profitieren Sie für Ihren täglichen klinischen Praxisalltag.

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