Herz-/Kreislauf

Lipoprotein(a) – Welche Rolle spielt es als Risikofaktor? Welche Therapieoptionen gibt es?

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Das nächste Kapitel der Prävention: von LDL-Cholesterin zu Lipoprotein(a)

In diesem PRAXISNAH on tour-Video beantwortet Prof. Dr. Klaus Parhofer von der Ludwig-Maximilians-Universität München spannende Fragen zum Lipoprotein(a). Der Spezialist für Lipidstoffwechselstörungen erklärt, warum auch Lp(a) für Allgemeinmediziner relevant ist. Im Praxisalltag müssen sie sich häufig mit Atheroskleroseerkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Schlaganfällen etc. auseinandersetzen und das erhöhte kardiovaskuläre Risiko ihrer Patienten abklären. Ist das Gesamtrisiko nicht mit klassischen Faktoren wie Rauchen, Diabetes mellitus, Hypertonie, erhöhten LDL-Cholesterin- und/oder Triglyceridwerten erklärbar, sollte der Lp(a)-Wert im Blut bestimmt werden. Gerade Patienten mit familiär gehäuft auftretenden kardiovaskulären Erkrankungen ohne typische Risikofaktoren weisen in vielen Fällen erhöhte Lp(a)-Spiegel auf. Diese sind - unabhängig von anderen Risikofaktoren - mit einem gesteigerten Risiko für Myokardinfarkte und Aortenklappenstenosen assoziiert. Als Erklärungsansatz für den Zusammenhang mit dem kardiovaskulären Risiko führt Prof. Parhofer die atherogenen und thrombogenen Komponenten des Lp(a) an.

Wird nach ausführlicher Anamnese und Diagnostik ein erhöhter Lp(a)-Spiegel festgestellt, ist zu entscheiden, ob das Lp(a) ein kausaler Risikofaktor ist. Die Herausforderung in der Therapie erhöhter Lp(a)-Spiegel ist jedoch folgende: es fehlt an effektiven Wirkstoffen. Prof. Parhofer erklärt im Video, warum konventionelle Lipidsenker wie z. B. Statine nicht geeignet sind. Als mögliche Alternativen stellt der Endokrinologe PCSK9-Inhibitoren , welche jedoch offiziell für die Therapie erhöhter Lp(a)-Spiegel nicht zugelassen sind, und die Lipidapherese vor. Zwar senkt die Apherese effektiv die Lp(a)-Spiegel, das Prozedere ist jedoch relativ aufwendig. Daher liegen große Hoffnungen auf neuen Medikamenten, die auf Antisense-Oligonukleotiden basieren und spezifisch in die endogene Lp(a)-Produktion eingreifen. Zusammenfassend stellt Herr Prof. Parhofer einen Algorithmus zum Vorgehen bei erhöhtem Lp(a) vor und führt aus, für welche Patienten eine Apherese in Betracht gezogen werden sollte.

Seien Sie gespannt auf ein neues Kapitel der Prävention und erfahren Sie, warum Lipoprotein(a) auch für Ihre Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren relevant sein könnte.

 

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