Das Arztgespräch – Ihre Informationen entscheiden

Entscheidungen über die Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Morbus Crohn sollten gemeinsam durch Sie als Patient und Ihren Arzt getroffen werden.

Um eine optimale Therapie zu finden, sollte die Behandlung der chronisch-entzündlichen Erkrankung im Kontext des individuellen Patientenalltags gesehen werden.

Deshalb ist es wichtig, Ihren Arzt über Aspekte in Ihrem Alltag zu informieren, die möglicherweise nicht auf den ersten Blick im Zusammenhang mit Ihrer chronisch-entzündlichen Erkrankung stehen, wie z. B. Begleiterkrankungen, weitere Medikationen, geplante Eingriffe (z. B. auch an den Zähnen), Ihre Ernährungsgewohnheiten oder Ihre Verhütungsmethode. All diese Bereiche können sich auf Ihre Erkrankung auswirken und Informationen darüber helfen Ihrem Arzt, Sie bestmöglich zu beraten.

Hier finden Sie ein paar Tipps, was wichtig sein könnte.

Einnahme anderer Arzneimittel

Klar greift man mal zur Kopfschmerztablette.

Doch diese Arzneimittel können möglicherweise ebenfalls Ihren Körper belasten oder auch die Wirksamkeit der Arzneimittel zur Behandlung Ihrer chronisch-entzündlichen Erkrankung beeinflussen.

Was Sie bei Kopfschmerzen tun können? Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an – er kann Ihnen wertvolle Tipps geben.

Andere Erkrankungen oder Beschwerden

Eine Erkrankung, die weit zurückliegt? Mal ein Zwicken hier und da? Oder leiden Sie unter einer anderen chronischen Erkrankung wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ-II?

Sagen Sie es Ihrem Arzt. Manchmal treten bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Psoriasis Beschwerden in anderen Bereichen des Körpers auf, die man oft nicht gleich in den richtigen Zusammenhang bringt.

Verhütungsmittel

Die Antibaby-Pille gehört zu den gängigsten Verhütungsmethoden. Auch viele Frauen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen verhüten mit der Pille. Gut zu wissen dabei: Die Hormone, die eine Schwangerschaft verhindern sollen, werden über den Darm aufgenommen. Das heißt: Krankheitsschübe bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können z. B. dazu führen, dass die Wirkung der Pille eingeschränkt ist. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an – er kann Ihnen Tipps zur Verhütung bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen geben.

Eingriffe/Zahn-OPs

Ist bei Ihnen ein Eingriff oder eine Operation geplant, beispielsweise eine Zahn-OP? Informieren Sie Ihre behandelnden Ärzte – auch vor vermeintlich kleinen Eingriffen.

Denn jeder Eingriff oder jede Wunde im Körper aktiviert das Immunsystem – das wiederum eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Ihrer chronisch-entzündlichen Erkrankung spielt.

Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Die Ernährung kann ergänzend zur medikamentösen Therapie eine entscheidende Rolle bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie zum Beispiel rheumatoider Arthritis spielen. Durch bestimmte Lebensmittel können rheumatoide Erkrankungen und auch Begleiterkrankungen positiv beeinflusst werden – z.B. kann so der Entzündungsprozess gemildert oder dem Knochenschwund vorgebeugt werden. Und für Betroffene einer chronisch-entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ist eine abwechslungsreiche und nährstoffhaltige Ernährung besonders wichtig.

Lebensmittel können jedoch auch unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen haben. Achten Sie bei Ihrer Ernährung z.B. auf folgende Nahrungsmittel: Grapefruit, Grapefruitsaft oder auch Johanniskraut können die Wirkung von einigen Arzneimitteln verstärken oder mindern. Ihr Arzt kann Ihnen weitere Tipps geben, wie Sie sich optimal ernähren und damit besser fühlen können.