Erkältung oder Grippe?

„40 Grad Fieber sind bei Grippe keine Seltenheit!“

Von einer Erkältung unterscheidet sich die echte Grippe, die auch Influenza genannt wird. Dahinter verbirgt sich eine schwere Erkrankung, die von einer bestimmten Virenart, den so genannten Influenza-Viren, hervorgerufen wird. Sie ist viel seltener, aber auch deutlich gefährlicher als eine Erkältung, weil sie das Immunsystem erheblich schwächen kann. 

In der Tabelle finden Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen Erkältung und Grippe.

Erkältung Grippe
Symptome treten eher allmählich auf Symptome treten oft schlagartig auf (an einem Tag noch kerngesund, am nächsten bereits krank)
Selten plötzlich auftretendes Fieber, meist nur geringe Temperaturerhöhung Meist plötzlich auftretendes Fieber mit hohen Temperaturen bis 39/40°C
Häufig Schnupfen, oft schon von Beginn an vorhanden Manchmal Schnupfen, der oft erst nach den Kopfschmerzen beginnt
Zunächst meist trockener Husten, oftmals Übergang zu Husten mit zähem Schleim Meist trockener Husten
Leichte Kopf- und Gliederschmerzen Starke Kopf- und Gliederschmerzen
Geringe Entkräftung Rasche und starke Entkräftung, Appetitlosigkeit

Wenn Sie befürchten, an Grippe erkrankt zu sein, müssen Sie zum Arzt gehen.

Sofort in die Arztpraxis gehören Kinder, ältere Menschen und alle, die unter chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) leiden. Der Grund: Diese Personengruppen haben meist ein schwächeres Immunsystem und daher ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. 

Gut zu wissen: Gegen die echte Grippe gibt es eine Schutzimpfung, die jährlich aufgefrischt werden muss – idealerweise im Oktober oder im November.

„Fast 20 Wochen tobt die Grippe!“

Eine Erkältung kann man sich das ganze Jahr über einfangen, die echte Grippe (Influenza) ist bei uns jedoch vor allem ein Winterproblem. Alljährlich schwappt die Grippewelle über Europa – oft beginnt sie in den südwestlichen Ländern des Kontinents und setzt sich dann über Mittel- nach Osteuropa fort.

Warum uns die Grippe immer im Winterhalbjahr überrollt, liegt einerseits daran, dass die Influenza-Viren bei Kälte und trockener Luft außerhalb der menschlichen Atemschleimhaut wohl stabiler sind und besser überleben können. Hinzu kommt, dass wir Menschen bei winterlichem Klima meist anfälliger für Infekte sind.

Ähnlich wie Erkältungsviren  werden auch Influenza-Viren durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektion übertragen. Wo das Grippevirus gerade tobt und in welchen Teilen Deutschlands ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht, darüber informiert das Robert Koch-Institut stets aktuell auf seiner Homepage. Hier können Sie sich informieren. 
 

Hygiene schützt vor Grippeviren!

Ein paar recht einfache Hygienemaßnahmen können das Risiko senken, sich mit Viren anzustecken und andere zu infizieren, wenn man selbst erkrankt ist. Unsere Tipps gegen Grippe / grippalen Infekt:

  • Hände regelmäßig gründlich waschen!
  • Statt in die Hände in die Armbeuge husten!
  • Einmaltaschentücher verwenden und in einem verschließbaren Mülleimer entsorgen!
  • Regelmäßig lüften!
  • Zuhause bleiben, wenn man die Grippe oder eine starke Erkältung hat!