Erkältungssymptome

Eine Erkältung wird oft von Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen begleitet. Im Folgenden erhalten Sie Informationen und nützliche Tipps zu den einzelnen Symptomen.

Halsschmerzen bei Erkältung

„Nur jeder 10. Erwachsene geht bei Halsschmerzen zum Arzt!“

Es brennt und kratzt im Hals, das Schlucken schmerzt und bereitet Probleme: 

  • Halsschmerzen sind oft das erste Symptom einer Erkältung. Ursache der lästigen Beschwerden ist eine Rachenentzündung, in der Fachsprache Pharyngitis genannt. Typisch dafür sind ein geröteter Rachenraum und geschwollene Schleimhäute. Breitet sich die Entzündung in Richtung Kehlkopf aus und schwellen dadurch die Stimmlippen an, leiden Betroffene nicht nur unter Halsweh, sondern auch unter Heiserkeit.
  • Viele von einer Erkältung Betroffene empfinden die Symptome zwar als äußerst unangenehm, aber als erträglich. Nur jeder zehnte Erwachsene mit einem „dicken Hals“ sucht den Hausarzt auf, haben Untersuchungen gezeigt.
  • Treten Brennen und Kratzen im Hals bei einer Erkältung auf, besteht in der Tat kein Grund zur Beunruhigung. Und meist lassen die Beschwerden schon nach zwei bis drei Tagen wieder deutlich nach. 

Hilfe bei Halsschmerzen

Um akute Schmerzen und Schluckbeschwerden rasch zu lindern, haben sich Lutschpastillen bewährt.

Wichtig: Halstabletten immer langsam im Mund zergehen lassen, um die Einwirkzeit zu verlängern. Besser, als sie wild im Mund hin- und herzuschieben, ist es beispielsweise, sie in einer Wangentasche zu „parken“. Lösungen mit antiseptischen Wirkstoffen wie Chlorhexidin helfen, Keimen entgegen zu wirken.

Gut zu wissen:

Grundsätzlich können Halsschmerzen nicht nur bei einer Erkältung auftreten, sondern auch ganz andere Ursachen haben, etwa eine akute Mandelentzündung oder Scharlach. Auch Allergien, Reizstoffe und Reflux (Rückfluss von Magensäure) können Halsschmerzen hervorrufen. Deshalb gilt: Bei Symptomen unklarer Ursache vorsichtshalber zum Arzt gehen!

Die besten Hausmittel gegen Halsschmerzen

  1. Salbeibonbons lutschen
  2. viel trinken, um den Speichelfluss anzukurbeln
  3. mit Salbeiblättertee gurgeln
  4. einen warmen Schal um den Hals wickeln
  5. Quarkwickel machen

Schnupfen bei Erkältung

„Rund 80 Prozent aller Erkälteten haben Schnupfen!“

Häufigste Ursache von Schnupfen ist eine Infektion mit Erkältungsviren. Ihm zugrunde liegt eine Entzündung der Nasenschleimhaut, medizinisch als Rhinitis bezeichnet. Dabei schwillt die Nasenschleimhaut an und verursacht dann das lästige Symptom der „verstopften Nase“. Die Folge ist eine überschüssige Produktion von Nasenschleim – zunächst ist das Sekret meist wässrig, im Erkältungsverlauf wird es dann zähflüssiger.

Schnupfen ist lästig, nicht nur, weil er die Atmung behindert und uns den erholsamen Nachtschlaf rauben kann, sondern auch, weil die verstopfte Nase das Geruchs- und Geschmacksempfinden beeinträchtigt.

Im Normalfall ist ein Schnupfen bei Erkältung jedoch nach einer Woche wieder weitgehend abgeklungen. 

Auf zum Arzt, wenn: Der Schnupfen länger als eine Woche anhält! Das Nasensekret grün-gelb verfärbt ist! Und/oder zusätzlich Schmerzen in den Wangen, im Stirnbereich oder in den Ohren auftreten!

Erkältungsschnupfen oder Allergie?

Wird der Schnupfen jedoch zum dauerhaften Begleiter, kann es sein, dass sich dahinter gar keine Erkältung, sondern eine Allergie verbirgt, zum Beispiel gegen Blütenpollen (s. Pollenflug) oder Hausstaubmilben. Vor allem, wenn eher wässriger Dauerschnupfen mit Symptomen wie juckender Nase, heftigen Niesattacken und stark juckenden Augen einhergeht, sollten Betroffene an eine allergische Reaktion denken. Ein Arztbesuch sorgt für Klarheit.

Husten bei Erkältung

Ein Hustenstoß erreicht fast 900 km/h

„Mit nahezu 900 km/h befördert ein Hustenstoß störende Partikel aus den Atemwegen! Das entspricht der Geschwindigkeit eines Verkehrsflugzeuges.“ 

Husten – so laut, störend und schmerzhaft er auch sein mag – ist zunächst einmal ein wichtiger Schutzreflex unseres Körpers. Sobald starke Reize, wie Staub, Fremdkörper, Krankheitserreger oder eingeatmeter Rauch die Atemwege irritieren, hilft ein kräftiger Hustenstoß, die Eindringlinge wieder aus dem Körper zu katapultieren. 

Husten bei Erkältung und Bronchitis

Eine der häufigsten Ursachen von Husten ist eine Erkältung. Dringen Erkältungsviren in den Körper ein, kommt es in den Atemwegen zu einer vermehrten Bildung von Schleim, der auch das natürliche Reinigungssystem der Atemwege blockieren und heftige Hustenattacken hervorrufen kann. Gelingt es den Erkältungsviren, bis in die Schleimhaut der Bronchien vorzudringen und hier eine Entzündung auszulösen, heißt die Diagnose: akute Bronchitis!

Erkältungshusten verläuft klassischerweise in Phasen: Zu Beginn der Infektion tritt meist ein trockener Reizhusten auf, der nach wenigen Tagen in einen produktiven Husten mit Schleimbildung übergeht. Typischerweise sitzt das zähe, mit Viren besiedelte Sekret jetzt fest in den Atemwegen und lässt sich nur schwer abhusten. Wichtig ist es dann, den zähen Schleim gezielt zu verflüssigen und zu lösen, so dass er besser abgehustet und ordnungsgemäß abtransportiert werden kann. 

Husten, was kann helfen?

Wertvolle Helfer bei verschleimtem Husten sind Medikamente, die den Schleim lösen. Es gibt sowohl rein pflanzliche Hustenlöser, etwa mit Extrakten aus Efeublättern (z. B. Sinuc®), als auch Arzneimittel mit bewährten klassischen Wirkstoffen wie Ambroxol und Acetylcystein (z. B. ACC® akut). Acetylcystein, kurz NAC, verflüssigt nicht nur den zähen Hustenschleim, sondern hilft auch, die Atemwege vor aggressiven Sauerstoff-Molekülen, so genannten freien Radikalen, zu schützen.

Ergänzend können bewährte Hausmittel bei Husten helfen, etwa Inhalationen mit ätherischen Ölen sowie Husten- und Bronchialtees. Immer wichtig: Bei Husten viel trinken! Bessert sich ein Erkältungshusten trotz Selbstbehandlung nicht oder hält er länger als 14 Tage an, sollten Betroffene den Arzt aufsuchen. 

Unser Tipp: Ausführliche Informationen über Husten, Erkältungshusten, Bronchitis & Co. liefert das Portal www.husten.de.

Kopfschmerzen und Gliederschmerzen bei Erkältung

Der Schädel brummt, die Muskeln schmerzen.

Kopf- und Gliederschmerzen vermitteln uns das Gefühl, richtig krank zu sein. Häufig treten diese Symptome kurze Zeit nach Erkältungsbeginn gemeinsam auf und sind eigentlich ein gutes Zeichen: Kopfschmerzen und Gliederschmerzen zeigen nämlich, dass sich unser Immunsystem mit den Krankheitserregern auseinandersetzt und sie bekämpft. Als Reaktion auf den Angriff der Erkältungsviren produziert der Körper vermehrt Schmerzbotenstoffe wie Prostaglandine. Sie sind für Brummschädel und schwere, schmerzende Gliedmaßen verantwortlich.

Kopfschmerzen bei Erkältung

Heute kennt die Wissenschaft etwa 250 Arten von Kopfschmerzen, wobei Spannungskopfschmerzen und Migräne die häufigsten sind. Treten Kopfschmerzen bei Erkältung auf, sind sie in der Regel harmlos. Häufig kommt es in Verbindung mit Fieber zu pulsierenden Kopfschmerzen. Sitzt das zähe Erkältungssekret fest in der Nase und den benachbarten Nasennebenhöhlen, führt das zu einem erhöhten Druck im Kopf und mitunter zu Schmerzen hinter der Stirn.

Gliederschmerzen bei Erkältung

Gliederschmerzen, oft auch als Muskelschmerzen bezeichnet, machen sich bei einer Erkältung vor allem in Armen und Beinen bemerkbar. Die ziehenden Schmerzen entwickeln sich oft schleichend, die Gliedmaßen fühlen sich schwer wie Blei an. Zum Glück lassen erkältungsbedingte Gliederschmerzen nach wenigen Tagen wieder nach. Doch, Vorsicht: Plötzlich einsetzende und starke Kopf- und Gliederschmerzen, meist in Kombination mit hohem Fieber, können auf eine echte Grippe (Influenza) hinweisen. Dann ist der Arztbesuch unumgänglich.

Was tun bei erkältungsbedingten Schmerzen?

Im Rahmen eines grippalen Infekts können mäßig starke Kopf- und Gliederschmerzen meist gut in Eigenregie behandelt werden – mit Hausmitteln und Arzneimitteln aus der Apotheke. Gute Hausmittel bei Erkältung sind „Omas heiße Hühnersuppe“, viel Schlaf und reichlich Flüssigkeit, zum Beispiel Kräutertees. Zusätzlich können Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Ibuprofen (z. B.Ibu-LysinHEXAL®, IbuHEXAL® akut) oder Paracetamol (z. B. Paracetamol 500 mg HEXAL® bei Schmerzen und Fieber) eingesetzt werden.

Fieber bei Erkältung

„Ab 39 Grad Celsius haben Erwachsene hohes Fieber!“

Gut zu wissen: Fiebernde Babys und Kleinkinder sollten immer vom Kinderarzt untersucht werden. Und für ältere Kinder und Erwachsene gilt: Bei einer Körpertemperatur von über 39 Grad zum Arzt gehen!

Im Gegensatz zu einem verbreiteten Irrglauben handelt es sich bei Fieber nicht um eine Krankheit, sondern um eine natürliche und sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers. Sind Krankheitserreger, beispielsweise Erkältungsviren in den Organismus eingedrungen, reagiert er darauf mit einem Anstieg der Körpertemperatur. Dadurch werden körpereigene Abwehrprozesse beschleunigt und die eingedrungenen Erreger an einer weiteren Vermehrung gehindert.

Auf Frösteln folgt Schwitzen

Wenn das Fieber steigt, leiden Betroffene häufig unter Schüttelfrost, hinzu kommen oft Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen. Sinkt das Fieber wieder, weiten sich die Blutgefäße der Haut und die Patienten geraten häufig ins Schwitzen. Kinder haben häufiger Fieber als Erwachsene, weil sich ihr Immunsystem noch in der „Lernphase“ befindet.

Fieber senken

Kommt es bei einer Erkältung zu Fieber, kann die Körpertemperatur mit fiebersenkenden Medikamenten wieder gedrosselt werden. Einige Wirkstoffe senken nicht nur das Fieber, sondern lindern auch die damit verbundenen Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen. Deshalb gehören entsprechende Medikamente, wie beispielsweise Ibu-LysinHEXAL®, IbuHEXAL® akut oder Paracetamol 500 mg HEXAL® bei Schmerzen und Fieber, in jede Hausapotheke.

Fieber in Zahlen

  • Normale Körpertemperatur: 36 bis 37 Grad Celsius
  • Erhöhte Temperatur: 37 bis 38 Grad Celsius
  • Fieber: ab 38 Grad Celsius
  • Hohes Fieber: ab 39 Grad Celsius

Die Werte beziehen sich auf die rektal, also im Po, gemessene Temperatur. Im Mund, im Ohr oder unter der Achselhöhle gemessene Werte können niedriger liegen.

ACC® akut 200 mg/- 600 mg Hustenlöser, Brausetabletten / ACC® akut 600 mg Z Hustenlöser, Brausetabletten: Wirkstoff: Acetylcystein. Anwendungsgebiet: Zur Schleimlösung und zum erleichterten Abhusten bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim. Enthält Lactose, Sorbitol und Natriumverbindungen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Mat.-Nr.: 2/51008575/51008576 Stand: Februar 2015
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de

IbuHEXAL® akut 200/- 400 mg Filmtabletten: Wirkstoff: Ibuprofen. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen, wie Kopf-, Zahn-, Regelschmerzen, Fieber. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Mat.-Nr.: 2/51010757 Stand: Februar 2018
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de

Ibu-LysinHEXAL® 684 mg Filmtabletten: Wirkstoff: Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen sowie Fieber und Schmerzen im Zusammenhang mit Erkältungen. Symptomatische Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Mat.-Nr.: 2/51011205 Stand: Januar 2018
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de

Paracetamol 500 mg HEXAL® bei Fieber und Schmerzen, Tabletten: Wirkstoff: Paracetamol. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und/oder Fieber. Paracetamol 500 mg HEXAL soll nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen eingenommen werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Mat.-Nr.: 2/51010611 Stand: März 2017
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de

Sinuc® Saft, Flüssigkeit zum Einnehmen: Wirkstoff: Efeublätter-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Bei Erkältungskrank-heiten der Atemwege, zur Besserung der Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen. Bei länger anhaltenden Beschwerden oder beim Auftreten von Atemnot, Fieber wie auch bei eitrigem oder blutigem Auswurf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Enthält Fructose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Mat.-Nr.: 2/51010091 Stand: September 2014
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de