Verlauf einer Erkältung

„8 bis 10 Tage dauert eine einfache Erkältung!“

Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage, geht drei Tage – so behauptet der Volksmund. Und hat damit gar nicht so unrecht, denn eine einfache Erkältung dauert durchschnittlich acht bis zehn Tage. Zudem sind die typischen Symptome, die mit der Infektion einhergehen, in der Mitte dieser Zeitspanne meist besonders ausgeprägt und quälend.

Zu einer Erkältung kommt es, wenn es angriffslustigen Erkältungsviren gelingt, das körpereigene Immunsystem zu überlisten und sich im Körper auszubreiten. Mit mehreren Schutzmechanismen arbeitet unsere fleißige Abwehrtruppe gegen die Erreger an: Erstes Bollwerk ist die Schleimhaut der Atemwege, die die Erreger stoppt. Auch Fresszellen, die die feindlichen Viren erkennen und vernichten sowie hochspezialisierte Zellen, die Antikörper gegen die Erreger produzieren, werden im Erkältungsfall mobilisiert. 

Erkältung: Typischer Verlauf und Symptome

Es kratzt, kribbelt, schmerzt.

Dass Erkältungsviren im Körper ihr Unwesen treiben, merken wir meist schnell: Oft bahnt sich ein grippaler Infekt über zwei bis drei Tage mit Schluckbeschwerden, Kratzen im Hals, Niesen, möglicherweise auch mit Kopfschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl an. Kurz darauf schwellen die Schleimhäute in der Nase an und sondern ein wässriges Sekret ab, das im Erkältungsverlauf zäher und dickflüssiger wird. Folge: Erst läuft die Nase unaufhörlich und kurz darauf ist sie verstopft. Auf Halsschmerzen und Schnupfen folgt bei Erkältung sehr oft der Husten typischerweise zunächst als trockener Reizhusten, der dann in einen produktiven Husten mit Schleimbildung übergeht und sich am Ende der Infektion oft wieder trocken präsentiert.

Gut zu wissen: Auch wenn die meisten Symptome der Erkältung nach einer guten Woche wieder vorbei sind, kann es sein, dass der quälende Reizhusten noch länger anhält.