Stark beansprucht

Unser Bewegungsapparat ist täglich vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Anhaltende Schmerzen an Wirbelsäule, Muskulatur und Gelenken betreffen daher viele. Wer wünscht sich nicht, wieder fit und schmerzfrei zu sein.

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen nehmen inzwischen bei den Volkskrankheiten einen der vorderen Plätze ein. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Erwachsene gehen sitzenden Tätigkeiten nach – sei es beim Bürojob oder langen Autofahrten – und bewegen sich zu wenig oder falsch. Sie belasten ihren Körper einseitig oder halten ihn schief, was zu schmerzenden Muskelverspannungen führen kann.

Rückenschmerzen

Experten unterscheiden grundsätzlich zwischen spezifischen und nicht-spezifischen Rückenschmerzen. Spezifische Rückenschmerzen entstehen in Zusammenhang mit einem Rückenleiden oder einer Erkrankung, die den Rücken mit einbezieht. Die meisten Rückenschmerzen sind jedoch unspezifisch. Sie lassen sich auf keine speziell behandelbare Ursache zurückführen. Verantwortlich für die Funktionsstörungen sind in der Regel eine verspannte, verkürzte oder überdehnte Muskulatur.

Am häufigsten schmerzt die Wirbelsäule im unteren Rücken, an der Lendenwirbelsäule, die auch am stärksten belastet ist. Hier kann es häufig zu Muskelverspannungen oder zu Bandscheibenvorfällen kommen. Schmerzen in der Nackenregion werden vor allem durch eine ungünstige Körperhaltung am Arbeitsplatz begünstigt. Dies verursacht sehr oft Muskelverspannungen und -verhärtungen im Nacken- und Schulterbereich.

Akute Rückenschmerzen hat fast jeder schon mal gehabt. Sie klingen spätestens nach sechs Wochen wieder ab. Bei Rückenschmerzen, die länger als drei bis sechs Monate andauern, sprechen Mediziner von chronischen Rückenschmerzen.

Wirbelsäule

Woran kann es liegen?

Eine schlechte Haltung, zu wenig Bewegung, falsches Training, Übergewicht, Stress – all das tut dem Rücken nicht gut. Kein Wunder, dass er rebelliert. Unser Stütz- und Bewegungsapparat ist ein exakt aufeinander abgestimmtes Konstrukt aus Muskulatur, Sehnen, Bändern, Gelenken und Knochen, die optimal zusammenwirken. Werden aber einzelne Muskelgruppen vernachlässigt, können sich diese verkürzen oder gar zurückbilden. Andere Muskelgruppen versuchen diese Defizite auszugleichen und überdehnen, verspannen oder verhärten sich. Viele Patienten haben zudem eine schwach ausgeprägte Rückenmuskulatur.

Auch wenn Rückenschmerzen in den meisten Fällen Folge einer Muskelverspannung sind, kann dieser Schmerz grundsätzlich auch als Symptom einer Grunderkrankung bzw. einer krankhaften Veränderung auftreten. Dazu zählen der Hexenschuss, die Reizung des Ischias-Nervs, Osteoporose oder auch ein Bandscheibenvorfall. Doch ist ein Bandscheibenvorfall weitaus seltener die Ursache für Rückenschmerzen, als weithin angenommen. Ein Bandscheibenvorfall gehört immer sofort in ärztliche Behandlung, da oft schnelles Handeln erforderlich ist.

Die Ursache ist nicht immer naheliegend

Rückenschmerzen sind nicht gleich Rückenschmerzen, denn die Ursache kann auch organbedingt sein. Beispielsweise kann eine Nierenbeckenentzündung in den Rücken ausstrahlen und auch Magen- oder Darmstörungen sowie Prostataleiden können, ebenso wie psychische Probleme und anhaltender Stress, Schmerzen im Rücken hervorrufen. 

Gespräche mit Experten machen deutlich, dass bei Rückenschmerzen immer der gesamte Mensch im Mittelpunkt der Diagnostik und Behandlung stehen sollte. Bei vielen Patienten finden sich nämlich nicht nur körperliche, sondern auch seelische Ursachen: Wer regelmäßig gestresst ist, immer erreichbar sein muss und unter hoher psychischer Anspannung arbeitet, leidet besonders oft unter Rückenschmerzen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose

Zur genauen Diagnose benötigt der Arzt einige Informationen von Ihnen. Zum Beispiel seit wann Sie den Schmerz haben und wo genau dieser auftritt. Weitere nützliche Informationen sind, ob Sie einer stehenden oder sitzenden Tätigkeit nachgehen und was den Schmerz verstärkt oder lindert. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt ebenfalls mit, welche Arzneimittel Sie bereits gegen die Schmerzen eingenommen haben und ob Sie aktuell stark seelischen oder beruflichen Belastungen ausgesetzt sind.

Daraufhin wird der Arzt die körperliche Untersuchung vornehmen und unter anderem die Form der Wirbelsäule sowie Funktionsstörungen, Muskelverhärtungen oder -verkürzungen prüfen. Sofern nach erfolgter Erstuntersuchung ein Verdacht auf ernsthafte spezifische Ursachen besteht, werden zur weiteren Diagnostik bildgebende Verfahren durchgeführt. 

Muskel- und Gelenkschmerzen

Unser Körper ist für ein Leben in Bewegung programmiert. Sich zu bewegen ist unabdingbar für Gesundheit und Wohlbefinden.

Gelenkschmerzen

Bewegung stärkt die Muskulatur, regt die Bildung von Gelenkschmiere an und fördert die Regeneration des Gelenkknorpels. Zu viel oder auch zu wenig Bewegung hat direkte Auswirkungen auf Muskulatur und Gelenke. Eine falsche, zu geringe oder übermäßige Belastung kann den Bewegungsapparat nachhaltig schädigen.

Wenn Muskulatur und Gelenke schmerzen, schränkt das nicht nur die Beweglichkeit des Körpers ein, sondern belastet auch den Alltag. Gelenkentzündungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern sie können Betroffene auch daran hindern, bestimmte Bewegungsabläufe wie zum Beispiel das Öffnen eines Schraubverschlusses auszuführen. Es können aber auch regelrechte körperliche Behinderungen auftreten.

Gelenkschmerzen sind keine Seltenheit. Insbesondere Menschen über 45 Jahren klagen oftmals über Knieschmerzen. Die Beschwerden können aber auch schon in jüngeren Jahren auftreten. Häufig steckt dahinter eine akute Verletzung mit einer Entzündung und Schwellung des Gewebes.

Das sind die Ursachen

Akute Muskelschmerzen wie Muskelkater oder eine Muskelzerrung entstehen durch eine Über- oder Fehlbelastung der Muskulatur. Mit etwas Schonung klingen diese Beschwerden meist aber nach kurzer Zeit von alleine ab. Schmerzende Muskeln können aber auch durch einen grippalen Infekt oder eine Entzündung verursacht werden. Auch Skelett-, Gelenk-, Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen können vielfach Auslöser von Muskelschmerzen sein.

So häufig Gelenkschmerzen sind, so vielfältig ist ihr Erscheinungsbild. In den meisten Fällen werden sie durch Abnutzungserscheinungen wie Verschleiß verursacht. Mediziner sprechen von Arthrose. Auch akute Gelenkentzündung (Arthritis), Stoffwechselerkrankungen wie Gicht, Gelenkerkrankungen bei Infektionen und Verletzungen sind häufig für Schmerzen verantwortlich.

Verschleißerkrankungen treten meist altersbedingt auf und machen sich zu Beginn durch Morgensteifigkeit bemerkbar. Zunächst treten Schmerzen unter Belastung auf, welche jedoch bei weiterer Bewegung (z.B. kurzem Spazieren) nachlassen. Im weiteren Verlauf können die Beschwerden auch ohne Anstrengung auftreten und die Beweglichkeit sich zunehmend einschränken.

Risikofaktoren für schmerzhafte Gelenkerkrankungen sind Übergewicht, Alter, Geschlecht, Über- und Fehlbelastung, Bewegungsmangel und erbliche Veranlagung. Insbesondere Frauen haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Daher ist Eigeninitiative gefragt: Wer sich regelmäßig bewegt, die Grundregeln der Rückenschule, Ergonomie und des Gelenkschutzes beachtet und für ein inneres Gleichgewicht sorgt, beugt Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen vor.

Wichtige Grundregeln für die Gesundheit von Rücken und Gelenken:

  • Bewege dich mehr im Alltag
  • Übe dich im dynamischen Sitzen und achte auf eine natürliche Sitzhaltung
  • Achte auf einen gesunden Mix aus Sitzen und Stehen
  • Belaste Gelenke nicht einseitig
  • Verteile Belastung und Gewicht auf möglichst viele Gelenke
  • Lege Ruhepausen ein

Den Ursachen auf der Spur

Einige Erkrankungen des Bewegungsapparates betreffen vorwiegend die Knochen, Muskulatur, das Weichteilgewebe oder auch das Bindegewebe. Andere zielen auf die Gelenke ab und verursachen eine Arthritis. Eine Arthritis kann unzählige Ursachen haben. Um eine Diagnose zu stellen, sind für den Arzt folgende Informationen aus der Krankheitsgeschichte wichtig:

  • Wo treten die Schmerzen auf?
  • Wann treten die Gelenkschmerzen auf? In Bewegung oder Ruhe? Morgens oder nachts?
  • Beeinflussen Wärme, Kälte, Bewegungen oder Belastungen die Schmerzen?
  • Variiert die Schmerzstärke tagsüber?
  • Als die Schmerzen das erste Mal aufgetreten sind, hatten Sie da zeitgleich Fieber, Kopfschmerzen, eine Infektion oder Durchfall? 
  • Nehmen Sie eine rapide Verschlechterung Ihrer Beschwerden wahr?
  • Leidet in der Familie jemand an Arthritis oder Rheuma?

Zunächst untersucht der Arzt das betroffene Gelenk: Ist es geschwollen, deformiert oder erwärmt? Zusätzliche klinische Tests, wie die Beurteilung der Beweglichkeit des Gelenks erlauben weitere Rückschlüsse auf eine mögliche Ursache der Gelenkschmerzen. Störungen des Gangbildes oder von Bewegungsabläufen sind ebenfalls Gegenstand der Untersuchung.

Laboruntersuchungen können darüber hinaus Aufschluss über Anzeichen für eine Entzündung, sogenannte Rheumafaktoren, oder eine bakterielle Infektion geben. Im Einzelfall kann auch mit bildgebenden Untersuchungsverfahren, wie Röntgen, Magnetresonanztomographie oder Computertomographie, eine Diagnose abgesichert werden.

Erste Hilfe bei Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen

Sofern bei Ihnen keine zusätzlichen Symptome oder Gesundheitsprobleme auftreten, können ein paar Erste-Hilfe-Maßnahmen bei akuten Rückenschmerzen hilfreich sein.

Hexal Schmerz

Eine einfache Erste-Hilfe-Maßnahme ist die sogenannte Stufenlagerung. Sie entlastet die Wirbelsäule und wird als sehr angenehm empfunden. Begeben Sie sich hierfür in die Rückenlage und legen Sie die Unterschenkel, im 90 Grad Winkel zu den Oberschenkeln, auf eine Ablage (Stuhl, Hocker etc.). Versuchen Sie sich zu entspannen und atmen Sie ruhig und tief. Sobald der Schmerz nachlässt, lösen Sie sich aus dieser Position. Leichte und vorsichtige Bewegung sowie Dehnungsübungen können eventuell auch Linderung verschaffen. Sind die Muskelverspannungen Folge von zu viel Stress, können auch Entspannungsübungen, Stressreduzierung, Bäder, Sauna oder Fangopackungen helfen. Zudem können Wärmeanwendungen und Massagen die Durchblutung verbessern und akute Schmerzattacken lindern. Bettruhe ist dagegen keine geeignete Maßnahme, besser ist etwas Bewegung mit Erholungspausen dazwischen.

Die richtige Behandlung von Gelenkschmerzen hängt vor allem von der diagnostizierten Ursache ab. Oftmals hilft es, das betroffene Gelenk zu kühlen und zu entlasten. Aber auch Orthesen, Bandagen und Einlagen können Gelenkschmerzen lindern, indem sie die wirkenden Kräfte besser verteilen.

Welche rezeptfreien Arzneimittel können helfen?

Schmerz- und gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimittel können bei Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen helfen, die Schmerzen zu lindern.

Diclofenac-Kalium/Diclac® Dolo

Diclofenac-Kalium wirkt schmerzlindernd. Es wird bei leichten bis mäßig starken Schmerzen, wie zum Beispiel bei Gelenk- oder Rückenschmerzen, eingesetzt.

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Diclofenac-Natrium/Diclac® Schmerzgel

Der Wirkstoff Diclofenac-Natrium wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend zugleich. Er wird daher zur äußerlichen Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen bei Sport- und Unfallverletzungen und unter anderem bei Entzündungen im Muskel- und Kapselbereich eingesetzt.

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Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Oft stecken relativ harmlose Ursachen hinter Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Treten Schmerzen nach einem Sturz auf, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Darüber hinaus ist eine ärztliche Abklärung bei Muskel- und Gelenkschmerzen ratsam, bei gleichzeitigem Auftreten von:

  • Fieber
  • Hautrötungen um das Gelenk 
  • Gelenkschmerzen, welche die Beweglichkeit einschränken
  • Schwellung eines Gelenks

 bei Rückenschmerzen und gleichzeitigem Auftreten von:

  • Taubheitsgefühlen 
  • Lähmungserscheinungen 
  • anhaltenden oder starken Schmerzen
  • Fieber oder Nachtschweiß 
  • Blasenentleerungs- oder Darmfunktionsstörungen

Was man sonst noch tun kann?

Sie können die Behandlung von Rückenschmerzen mit verschiedenen nicht-medikamentösen Verfahren ergänzen. Unterstützend wirken Physiotherapie und manuelle Therapien, Wärmebehandlungen, Massagen, Bewegungsbäder und Akupunktur und Nervenstimulation. Durch Physiotherapie lässt sich vor allem eine Lockerung der verspannten Muskulatur und die Korrektur von Fehlhaltungen erreichen. Sie sollten passive Maßnahmen immer mit aktiven Maßnahmen kombinieren, um schnell wieder mobil zu werden.

Darüber hinaus sollten Sie im Alltag darauf achten, dass Sie rückenfreundlich Heben und Ihr Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet ist. Legen Sie regelmäßig Pausen ein, um rückenschädliches Vielsitzen zu vermeiden.

Diclac® Dolo 25 mg, überzogene Tabletten, Wirkstoff: Diclofenac-Kalium Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen. Enthält Sucrose (Zucker). Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
Mat.-Nr.: 2/51007442 Stand: August 2014
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, http://www.hexal.de

Diclac® Schmerzgel, 1 % Gel, Wirkstoff: Diclofenac-Na. Anwendungsgebiete: Zur äußerlichen Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen bei Sport- und Unfallverletzungen (Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen), rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen, Entzündungen im Muskel- und Kapselbereich), degenerativen Erkrankungen der peripheren Extremitätengelenke. Jugendliche über 14 Jahre: Zur Kurzzeitbehandlung. Zur lokalen, symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen infolge eines stumpfen Traumas. Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nur zur äußerlichen Anwendung. Enthält (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja). Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
Mat.-Nr.: 2/51006362 Stand: Juni 2015
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, http://www.hexal.de