Akupunktur und Nervenstimulation

In der Therapie chronischer Schmerzen werden häufig Verfahren eingesetzt, mit deren Hilfe man Nervenfasern mechanisch oder elektrisch reizt. Bewährt haben sich die Akupunktur bzw. die Akupressur sowie die sogenannte "transkutane elektrische Nervenstimulation" (kurz TENS).

Akupunktur - feine Nadeln regulieren den Energiefluss

Wussten Sie, dass es am Ohr 200 verschiedene Akupunkturpunkte gibt, von denen man 70 hauptsächlich benutzt? Die Ohrakupunktur basiert auf der Theorie, dass das Ohr einem auf dem Kopf liegenden Embryo ähnelt. Diese Entsprechungen macht sich der Arzt oder Therapeut zunutze, um die richtigen Punkte mit Nadeln zu behandeln.

Seit mehr als 2000 Jahren wenden chinesische Mediziner erfolgreich die Akupunktur an. Dabei werden dünne Nadeln an bestimmten Stellen in die Haut gestochen.

Am Körper kennt man 359 klassische Akupunkturpunkte - sie liegen unregelmäßig verteilt auf den zwölf Energieleitbahnen, den Meridianen. Pro Sitzung behandelt der Arzt oder Therapeut jeweils 10 bis 20 Akupunkturpunkte, die Nadeln bleiben in der Regel zwischen 10 und 30 Minuten in der Haut liegen.
Die Akupunktur hemmt die Fortleitung des Schmerzes und regt den Körper an, Endorphine auszuschütten.

Die Akupressur

Wenn Sie die Akupunkturpunkte selbst durch eine gezielte Massage behandeln, spricht man von Akupressur. Fragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, wo Sie die Hautpunkte finden, die mit Ihren Schmerzen in Verbindung stehen. In der Regel drückt man die betreffende Stelle wenige Sekunden lang mit den Fingerkuppen.

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Akupunktur, Nervenstimulation

Mit Hilfe von schwachen elektrischen Strömen kann man den Nerv oder die Nervenwurzel stimulieren, die der schmerzenden Region zugeordnet ist. Diese transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) erfolgt über Elektroden, die auf der Haut angebracht werden. Die elektrischen Impulse, die man als Kribbeln wahrnimmt, können den Schmerz mehrere Stunden lang unterdrücken.

Damit Sie zur Behandlung nicht immer die Arztpraxis aufsuchen müssen, können Sie ein kleines Gerät tragen, das mit Elektroden verbunden ist. Diese können Sie nach entsprechender Einweisung selbst auf die Haut kleben.