Vergabe des Substitutionsmittels

Zu Beginn der Therapie muss die passende Dosis des Substitutionsmittels gefunden werden. In dieser Zeit und auch darüber hinaus muss der Opioidabhängige täglich in die Praxis kommen. Unter Aufsicht des Arztes oder einer vom Arzt mit der Vergabe betrauten Person, meist der medizinischen Fachangestellten, wird dann das Substitutionsmittel eingenommen. Diese Form der Vergabe wird Sichtbezug genannt.

Die Vergabe des Substitutionsmittels geschieht meist in einem separaten Raum, der für andere Patienten nicht einsehbar ist. Suchtpatienten haben das gleiche Recht auf Diskretion wie alle anderen Patienten auch. Bei vielen niedergelassenen Ärzten gibt es für Opioidabhängige gemeinsame Praxiszeiten mit den anderen Patienten. In anderen Praxen gibt es spezielle Vergabezeiten.

Das Substitutionsmittel kann auch durch eine vom Arzt beauftragte Apotheke oder andere geeignete Einrichtungen wie z.B. Alten- oder Pflegeheime, Hospize, medizinische Rehaeinrichtungen oder Gesundheitsämter im Sichtbezug vergeben werden. So wird eine flexible und wohnortnahe Versorgung des Suchtpatienten mit seinem Medikament gewährleistet.

Die Dauer dieser Phase liegt im Ermessen des Arztes.