Gesundheitspolitik

Reform der PTA-Ausbildung kommt ins Rollen

Die PTA-Ausbildung muss dringend reformiert werden. Darüber sind sich alle Betroffenen einig – auch die Politik. Aber wie?

Reformieren – aber wie?

Zum Beispiel, indem das Schulgeld in den Gesundheitsfachberufen gestrichen wird. Dies haben die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag versprochen und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es auf dem Deutschen Apothekertag bestätigt: Das Schulgeld soll keine Hürde für den Einstieg in einen Gesundheitsberuf sein. Bisher fehlt dafür jedoch ein Gesetz. Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen hat bereits mit einem eigenen „Förderkonzept“ reagiert: Seit diesem Herbst gibt es dort eine PTA-Schulgeldentlastung.

Zusätzlich zur inhaltlichen Neuausrichtung soll die Fachschulausbildung von 24 auf 30 Monate verlängert werden. Das haben die Apothekengewerkschaft ADEXA und der Bundesverband der PTA (BVpta) zuletzt bei Gesprächen im Bundesgesundheitsministerium eingefordert: Der Unterricht soll die Auszubildenden besser auf den Berufsalltag in der Apotheke vorbereiten und die Ausbildung so attraktiv wie möglich gestaltet werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Einer Verlängerung der Ausbildungszeit stimmten bei einer Online-Umfrage des PTA-Magazins bereits 87 % zu. Die befragten PTA wünschten sich beispielsweise mehr Zeit, um Kenntnisse über Krankheitsbilder zu vertiefen.