Suchtmedizin

Heutzutage gibt es Wege eine Opioidabhängigkeit in den Griff zu bekommen. Erfahren Sie mehr über die medikamentös unterstützte Suchttherapie und deren Behandlung.

Opioidabhängigkeit

Opioide sind Substanzen, die über Opioidrezeptoren im Körper ihre Wirkungen entfalten. Opioidabhängigkeit, also der regelmäßige Konsum von Opioiden, ist eine chronische Erkrankung.

Was ist eine Opioidabhängigkeit?

Die Opioidabhängigkeit ist eine schwere chronische Erkrankung. Beim regelmäßigen Konsum von Opioiden, insbesondere von Heroin, kann sich rasch eine körperliche und sehr starke psychische Abhängigkeit entwickeln. Bevor von einer Abhängigkeit gesprochen wird, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die Diagnose einer Opioidabhängigkeit wird vom Arzt gestellt, wenn während der letzten zwölf Monate drei oder mehr der folgenden Kriterien gleichzeitig zutrafen:

  • Es besteht ein starker Wunsch und/ oder Zwang, Opioide einzunehmen (Suchtdruck).
  • Der Beginn und das Ende sowie die Menge des Opioidkonsums können vom Betroffenen nicht mehr sicher kontrolliert werden.
  • Es treten körperliche Entzugssymptome auf, wenn der Konsum der Opioide reduziert wird.
  • Die Opioide verlieren an Wirkung, d.h. die gleiche Dosis verschafft nicht mehr das gleiche euphorisierende Gefühl. Es entsteht eine Toleranz gegenüber Opioiden und die Dosis wird dementsprechend gesteigert.
  • Dem Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben, z.B. werden Hobbies und/oder die Arbeit vernachlässigt.
  • Es besteht ein anhaltender Substanzkonsum trotz schädlicher Folgen.

Treffen eines oder mehrere dieser Kriterien zu, sollte der Betroffene Kontakt zu einer Suchtberatungsstelle oder zu einem Arzt aufnehmen. Hier können Wege aufgezeigt werden, wie der Opioidkonsum in den Griff zu bekommen ist. Derzeit stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten für Opioidabhängige zur Verfügung. Eine davon ist die medikamentös unterstützte Suchttherapie.